Palmenarten

Bananenstaude (Musa basjoo)

Bananenstaude Musa basjoo
Bild von Eva-Maria Neubauer auf Pixabay
Bananenstaude Palme
Bild von Eva-Maria Neubauer auf Pixabay 

Die Bananenstaude (Musa basjoo) bringt einen Hauch Exotik in die heimischen Wohnbereiche und Wintergärten. Sie erfreut sich auch seit Jahren zunehmender Beliebtheit und ist eine äußerst imposante Pflanze. Mit einer Wuchshöhe zwischen zwei und sechs Metern, ihren weit ausladenden Staudenblättern und dem eindrucksvollen Scheinstamm, ist sie eine ausgesprochene Einzelpflanze. Sie benötigt viel Licht und vor allem Platz, da sie schnell wächst.

Wer sich für diese Zimmerpflanze entscheidet, sollte bereits über Erfahrung in der Pflege auch anspruchsvollerer Gewächse verfügen. Sie ist keine Pflanze für Anfänger.

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Inhaltsverzeichnis

Die Bananenstaude – Fakten

  • Botanische Bezeichnung: Musa basjoo
  • Synonyme: Bananenpflanze, Japanische Faserbanane, Ensete ventricosum, Rote Abessinische Zierbanane
  • Wuchstyp: Staude
  • Wuchshöhe: 4 bis 5m
  • Wuchseigenschaften: überhängend, ausladend 
  • Blüten: grün, violett, leicht duftend
  • Blätter: gestielt, oval, grün
  • Frucht: grün, gelbe Beeren, essbar
  • Stamm: hellbraune Fasern,  die wie Fischschuppen ineinander liegen
  • Boden: kiesig bis lehmig, frisch bis mäßig feucht, nährstoffreich 
  • Licht: halbschattig, sonnig
  • Winterhärte: nicht winderhart
  • Platzbedarf: hoch
  • Verwendung: Wintergarten, Kalthaus, Warmhaus, Einzelaufstellung, Pflanzgefäß

Exotisches palmenähnliches Gewächs mit sehr hohem Licht-, Wärme- und Feuchtigkeitsbedarf. (Redaktion)

Herkunft der Bananenstaude

Japanische Faserbanane
Bild von Onkel Ramirez auf Pixabay 

Sie trägt die wissenschaftlichen Namen: Musa basjoo oder Ensete ventricosum. In der Übersetzung bedeutet dies Japanische Faserbanane und Ensete oder Rote Abessinische Zierbanane. Alle Arten vereinen sich in der Familie der Bananengewächse, Musaceae genannt. Diese gehören wiederum zur Ordnung der Ingwerartigen (Zingiberales).

Die Banane stammt ursprünglich aus dem asiatischen und afrikanischen Raum. Heute sind sie in der ganzen Welt beheimatet, überall da, wo die Winter nicht zu kalt werden. In Mitteleuropa wird sie mit zunehmender Beliebtheit als Zimmer- oder Kübelpflanze angeboten.

Die Banane ist vor allem aufgrund ihrer tropischen Früchte bekannt. Doch auch ihre faserartigen Blätter sind von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Daher tragen einige Arten auch die Bezeichnung Faserbanane. Diese zehn bekannten Unterarten bilden im Gegensatz zu ihren Verwandten, der Musa-Art, keine essbaren Früchte. Beheimatet ist die Ensete-Banane vor allem in Afrika, hier besonders im Hochland Äthiopiens und vereinzelt in Asien. Die Früchte tragenden 70 Musa-Arten haben ihr Hauptvorkommen in Tansania und allen subtropischen Regionen Asiens.

  • ursprüngliche Heimat im ganzen afrikanischen und subtropisch, asiatischen Raum
  • mittlerweile auf der ganzen Welt heimatet, vor allem in Regionen mit milden Wintern

Standort der Bananenstaude

Die Bananenstaude liebt helle Räume, Wintergärten sind ideal. Weiterhin fordert sie viel Raum ein, nicht nur aufgrund ihrer imposanten und ausladenden Erscheinung, sondern auch hinsichtlich ihres schnellen Wachstums. Zimmerpflanzen sollten nicht oft ihren gewohnten Standort wechseln, da sie sich an ihre Umgebung anpassen und so eventuelle Umstellungsschwierigkeiten bekommen könnten. Wenn man den geeigneten Standort gefunden hat, ist die Banane eine dankbare Zimmer- oder Freilandpflanze.

Vor allem die Menge an Licht ist für diese subtropische Pflanze entscheidend. Auch die Positionierung in den Wintermonaten gilt zu prüfen. Für die Banane kann es nicht genug an Licht und Luftfeuchte sein. Mindestens 50 % Feuchtigkeit sollte in der Raumluft messbar sein. In den Sommermonaten ist die Bananenstaude auch sehr dankbar für einen Aufenthalt im Freien. Jedoch muss Zugluft streng vermieden werden. Die weit ausladenden Blätter reißen schnell ein und könnten dabei Schaden nehmen. Ebenso sollte der Übergang vom Wohnraum ins Freie schrittweise erfolgen. Die Blätter müssen sich an die gesteigerte Lichteinstrahlung gewöhnen: Wenn man der Pflanze von Tag zu Tag mehr Licht gönnt, werden Verbrennungen vermieden.

  • viel Licht und Luftfeuchtigkeit
  • gerne in frischer Luft – jedoch keine Zugluft
  • viel Raum, da schnelles Wachstum und große Wuchshöhe zu erwarten

Welche Bodenverhältnisse benötigt der Bananenstaude?

Die richtige Substratwahl ist für ein gutes Wachstum – gerade bei Zimmerpflanzen – von entscheidender Bedeutung. Bei der Bananenstaude ist jedoch kein Spezialsubstrat notwendig. Eine handelsübliche Blumenerde, wie sie u. a. in Baumärkten angeboten wird, ist absolut ausreichend. Dennoch sollte auf Qualität geachtet werden: keine gepresst verpackten Erden und ein Torfanteil sollte enthalten sein. Weiterhin wird ein Substrat auf Kompostbasis empfohlen.

Einzig eine zu feuchte Erde verzeiht die Bananenstaude nicht. Daher sollte ein Substrat gewählt werden, das wenig Wasser speichert. So wird Stocknässe am Topfboden vermieden.

  • handelsübliche Blumenerde (eventuell spezielle Kübelpflanzenerde)
  • auf Substratdurchlässigkeit achten

Bananenstaude umtopfen leicht gemacht

Da Bananenstauden schnell und üppig wachsen, müssen sie regelmäßig in einen größeren Kübel oder Topf gepflanzt werden. Dabei sollte immer die nachfolgende Topfgröße gewählt und keine Größe übersprungen werden. Ist der Topf zu groß, besteht immer die Gefahr der Staunässe. Während des Umtopfens sollte auch darauf geachtet werden, dass der Ballen nicht nass ist. Wenn das Substrat zuvor sehr nass war, sollten die zu versetzenden Wurzelballen vorher etwas abtrocknen. Den Ballen darf man auch nicht zu tief in den neuen Übertopf einpflanzen, denn auch hier besteht die Gefahr der Nässebildung. Der ideale Zeitpunkt liegt im beginnenden Frühling, vor der einsetzenden Wachstumsperiode.

Die Bananenstaude neigt im Übrigen dazu schnell und zahlreich Ableger auszubilden. Diese sollten zeitnah entfernt und eventuell in einen separaten Topf gepflanzt bzw. entsorgt werden. So wird ein gesundes Höhenwachstum ermöglicht und die Ausdehnung in die Breite vermindert. Um dem Problem der drohenden Staunässe zuvorzukommen, ist die Nutzung eines feuchtigkeitsspeichernden Substrates als untere Füllschicht überlegenswert.

  • keine zu großen Übertöpfe oder Kübel
  • Staunässe immer vermeiden
  • Ableger zeitnah entfernen

Richtig Gießen und Düngen der Bananenstaude

Beim richtigen Gießen ist ein grüner Daumen besonders gefragt. Die Banane darf weder zu viel noch zu wenig gegossen werden. Die Vermeidung von Staunässe hat oberste Priorität. Es sollte bevorzugt in häufigeren Abständen und kleineren Mengen gegossen werden. Hier muss man testen wie die Banane es verträgt. Wenn man für diese exotische Zimmerpflanze einen sehr sonnigen Platz finden konnte und ihr womöglich im Sommer auch Freigang schenkt, wird sich der Wasserbedarf deutlich erhöhen. Auch zu beachten ist, dass die Banane sehr großflächige Blätter ausbildet. Diese bieten eine große Verdunstungsfläche. Dadurch erhöht sich der Wasserverbrauch ebenfalls. Zimmerwarmes und kalkarmes Wasser – idealerweise Regenwasser – eignen sich besonders gut.

Eine Düngung sollte in geringen Dosen dafür jedoch ganzjährig erfolgen. Hersteller empfehlen die Nutzung eines Flüssigdüngers. Hierbei gilt die Empfehlung in den wärmeren Monaten wöchentlich und in den kälteren Jahreszeiten monatlich zu düngen.

  • konstante Feuchte ohne Staunässe
  • Wasserbedarf richtet sich stark nach Größe und Standort der Pflanze
  • wenig, dafür ganzjährig düngen

Kürzen und Vermehren der Bananenstaude

Da der Stamm der Bananenstaude aus den faserigen, zum Teil derben Blättern besteht ist kein Schneiden der Pflanze nötig. Wenn die Banane jedoch ein gesondertes Winterquartier beziehen soll, kann es zuweilen erforderlich sein. Wenn man Blätter entfernen muss, verkraftet die Bananenstaude dies in der Regel sehr gut.

Bananenstauden sind sehr gut zu vermehren. Aufgrund ihres schnellen Wachstums werden ebenso viele Nachkommen erzeugt. Diese sollten generell zeitnah entfernt werden und bieten so die Gelegenheit gleich mehrere Ableger einzutopfen. Die anschließende Pflege der Ableger ist identisch mit jener der Mutterpflanze.

Auch eine Anzucht mittels Samen aus dem Handel ist natürlich möglich.

  • kein Verschneiden notwendig, jedoch problemlos möglich
  • Anzucht neuer Pflanzen durch zahlreiche Ableger oder Samen

Wie kann man dir Bananenstaude überwintern ?

Um die Bananenstaude heil durch den Winter zu bringen ist es von Vorteil die korrekte Art zu kennen. Für viele Zierbananen gibt es verschiedene Anforderungen. Zum Teil wird sogar eine künstliche Beleuchtung nötig, da der Lichtbedarf bei Bananen sehr hoch ist.

Generell empfiehlt sich die Temperatur umso geringer zu halten, je dunkler der Raum im Winter ist. Meist genügt den Bananenstauden eine Durchschnittstemperatur von 10° C. Unter 5° C sollte die Temperatur jedoch nicht fallen. Aber gerade in dieser Frage gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Bananenarten.

  • Temperatur meist um 10° C, nicht unter 5° C
  • je dunkler der Standort, desto kühler die Temperatur
  • artenspezifische Sonderheiten

Krankheiten und Schädlinge

Die Bananenstaude ist nicht anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Wenn ein geeigneter Standort gefunden wurde, ist eine Kultivierung meist ohne Probleme möglich. Sollte dennoch eine Unregelmäßigkeit in der Blattbeschaffenheit auftreten, ist zügiges Handeln ratsam.

Das ein oder andere Blatt darf auch die Bananenstaude verlieren. Sollte sie jedoch anhaltend kränkeln, empfiehlt sich ein radikaler Rückschnitt. Die Schnittstellen sollten mit Asche bestäubt und die Pflanze im Anschluss umgetopft werden. In den meisten Fällen kann man sich bald wieder an dem exotischen Schützling erfreuen.

Die Art der Erscheinungsänderung deutet wie folgt auf Standort- oder Pflegemängel hin: Bei Spinnmilben und Wollläusen steht die Pflanze zu trocken und/oder zu kühl. Werden die Blätter an den Rändern braun und trocken, fehlt es meist an Luftfeuchtigkeit. Gelbe Blätter sind hingegen ein deutliches Zeichen für einen vorhandenen Nährstoffmangel. Wenn die Blätter von selbst abfallen, steht die Pflanze zu dunkel und/oder zu feucht.

Aber auch die Bananenstaude hat eine begrenzte Lebensdauer. Wenn die Pflanze zu wenig Kraft hat, verfällt sie meist in kurzer Zeit. Dann verliert sie zügig ihre braun gewordenen Blätter. Hier kann man sich jedoch an einem der vielleicht vorher angezogenen Nachkommen erfreuen.

  • wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge
  • meist liegt die Ursache am falschen Standort und/oder einer fehlerhaften Bewässerung
 

Unser Fazit zur Bananenstaude

Die Bananenstaude ist im Innen- sowie im Außenraum ein sehr exotischer Blickfang. Wenn der Standort gut gewählt ist und Sie ein Gespür für den individuellen Wasserbedarf entwickelt haben, fordert die Bananenstaude keinen großen Pflegeaufwand.

Einzig die Überwinterung stellt zuweilen ein Problem dar – der hohe Lichtbedarf der Pflanze ist zu beachten. Ebenso sollte der zunehmende Platzbedarf berücksichtigt werden. Das schnelle und hohe Wachstum der Pflanze hat dekorative Vorteile. Sollte jedoch der Raum begrenzt sein, muss man Blätter abschneiden. Die Bananenstaude ist zudem eine dankbare Pflanze, die sich sehr gut vermehrt.

Videos zur Bananenstaude


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Antje Kölling

Antje Kölling

Antje ist freischaffende Redakteurin für Zimmerpalmen.net. Sie schreibt schon viele Jahre Artikel für Einrichtungs- und Möbelfirmen sowie diverse Produkthersteller im B2C Bereich. Antjes Prinzip, sich mit jedem Produkt eingehend auch real zu beschäftigen, hilft ihr dabei, aussagekräftige und plastische Produktbeschreibungen zu produzieren.