Cocumbe-Palme (Parajubaea cocoides)

Die Cocumbe-Palme (Parajubaea cocoides) ist eine bis zu 16 m hohe Fiederpalme, deren auffälligstes Merkmal die eleganten hellgrünen, ledrigen, überhängenden Blätter ist. Sie besitzt große Früchte mit sehr hartschaligen Samen, der nur schwer keimen.

Äußerlich ähnelt die Cocumbe-Palme der Kokospalme und wird daher auch Anden-Kokospalme genannt. Der Stamm besitzt einen Durchmesser von bis zu 30 cm.

Im Gegensatz zu anderen Palmenarten ist die Cocumbe-Palme nur als kultivierte Form bekannt. Sie tritt vorwiegend im trockenen Zentraltal der Anden in Kolumbien, Bolivien und Ecuador bis zu einer Höhe von 3.000 m auf. In Europa wird sie häufig als Kübelpflanze angepflanzt.

Die Paraubaea cocoides bevorzugt einen sonnigen, nicht allzu warmen Standort und gedeiht besonders in einem drainierten, lockeren Substrat gut.

Cocumbe-Palme – Fakten

  • Botanische Bezeichnung: Parajubaea cocoides
  • Synonyme: Anden Kokospalme, Qzuito Palme
  • Wuchstyp: Staude
  • Wuchshöhe: bis 16m
  • Wuchseigenschaften: überhängend, ausladend 
  • Blätter: überhängendehellgrüne, ledrige Wedel
  • Frucht: auffällig große Früchte ähnlich der Kokosnüsse
  • Stamm: schlanker, grauer Stamm, Durchmesser bis 16cm
  • Boden: lockeres, sehr gut drainiertes Substrat 
  • Licht: halbschattig, sonnig
  • Winterhärte: winterhart bis -6 Grad Celsius
  • Platzbedarf: niedrig
  • Verwendung: Kübelpflanze, kalter Wintergarten

Die Cocumbe-Palme ist eine pflegeleichte Palme, die bei regelmäßigen Gießen und Düngen an einem vollsonnigen, luftigen Standort gut gedeiht.

Redaktion Zimmerpalmen.net

Herkunft der Cocumbe-Palme

Die Cocumbe-Palme kommt als kultivierte Form im Zentraltal der Anden Ecuadors und Kolumbien bis zu einer Höhe von 2.500 m bis 3.000 m vor. In Europa gilt die Palme als sehr seltene Palmenart, die oft als Kübelpflanze gehalten wird.

  • kommt im Zentraltal der Anden Ecuadors und Kolumbien vor
  • tritt nur in kultivierter Form auf
  • als kultivierte Kübelpflanze in Europa

Standort der Cocumbe-Palme

Die Cocumbe-Palme bevorzugt einen vollsonnigen Standort mit guter Bewässerung. Trotzdem sollte bei voller Sonneneinstrahlung der Standort nicht allzuheiß sein. Aufgrund der Herkunft der Palme verträgt die Cocumbe-Palme nur Temperaturen bis 20 °C, höchstens 25 °C. Heiße Temperaturen sind für die Cocumbe-Palme nicht gut verträglich.

Da die Cocumbe-Palme niedrige Temperaturen bis zu – 6 °C verträgt, sollte die Palme in den Wintermonaten in einem dunkleren Raum mit Temperaturen um 11 °C untergestellt werden.

Um nach der Winterpause Verbrennungen an den Blättern zu vermeiden, muss die Palme behutsam an die starke UV-Strahlung gewöhnt werden. Ideal ist ein halbschattiger Standort, an dem die Palme für mindestens 14 Tage gestellt werden sollte.

  • direkte Sonneneinstrahlung an einem nicht allzu warmen Standort
  • zum Überwintern muss die Palme in einem geschützten Raum untergestellt werden
  • langsame Gewöhnung an die starke UV-Strahlung nach der Winterpause

Pflege der Cocumbe-Palme

Die Cocumbe-Palme ist eine relativ pflegeleichte Palme, die im Sommer regelmäßig gegossen und gedüngt werden muss. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Wasser bis zu den Wurzelspitzen durchdringt und nicht an der Oberfläche verbleibt. Sobald die Oberfläche trocken ist, sollte die Kokosnuss-Palme gegossen werden. Das kann je nach Größe der Palme bereits nach zwei oder drei Tagen der Fall sein. In den Wintermonaten genügt das Gießen im Wochenabstand. Vor dem Gießen sollte geprüft werden, ob das Substrat Feuchtigkeit benötigt, um Staunässe zu vermeiden.

Für eine optimale Versorgung mit Nährstoffen genügt das Düngen im Intervall von 14 Tagen mit einem Volldünger. Die Form des Düngers spielt dabei keine Rolle.

Cocumbe-Palmen mögen ein gut drainiertes Substrat aus grobem Sand oder Kies mit Blähtonbuch und humushaltiger Erde.

  • Düngen mit Volldünger in Intervallen von 14 Tagen
  • regelmäßiges Gießen sobald die Oberfläche des Substrats trocken ist
  • Erde aus grobem Sand oder Kies, lehm- und humushaltige Erde, Blähtonbruch

Substrat für die Cocumbe Palme

Für ein ideales Wachstum der Cocumbe-Palme eignet sich ein Substrat aus Blähtonbruch, humus- oder lehmhaltiger Erde, Kies oder grobem Sand. Es ist zwingend eine gut wasserdurchlässige Erde, die zusätzlich belüftet, notwendig.

  • Erde aus Kies oder grobem Sand, Blähtonbruch, und lehm- und humushaltige Erde,
  • Substrat muss wasserdurchlässig und gut belüftet sein
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Umpflanzen der Cocumbe-Palme

Die Cocumbe-Palme wird bevorzugt im Frühling in größere Pflanzgefäße umgesetzt. Das ist die Gelegenheit, die alte Erde durch vorsichtiges Lösen von den Wurzeln mit einem neuem Substrat zu ersetzen.

Wie alle Palmen besitzen die Cocumbe-Palmen lange Pfahlwurzeln, die nach unten wachsen. Daher benötigt die Palme ein ausreichend großes Pflanzgefäß. Bei einem zu engen Pflanzgefäß haben die Wurzeln zu wenig Platz und drücken sich als Folge dessen aus dem Pflanzgefäß heraus.

  • im Frühling umsetzen
  • Austausch des alten Substrats durch vorsichtigem Lösen von den Wurzeln
  • hohe Pflanzkübel verwenden

Gießen und Düngen

Die Cocumbe-Palme wird in den Frühling- und Sommermonaten regelmäßig gegossen. Dabei müssen die Wurzelspitzen gut durchfeuchtet sein. Sobald die Oberfläche des Substrats trocken ist, sollte die Kokosnuss-Palme wieder gegossen werden. Der Wasserbedarf kann je nach Größe der Palme variieren.

In der Winterzeit sollte die Cocumbe-Palme nur mäßig gegossen werden. Dann genügt ein Intervall von ein bis zwei Wochen.

  • regelmäßiges Gießen in den Frühling- und Sommermonaten (alle zwei bis drei Tage)
  • gießen sobald die Oberfläche des Substrats trocken ist
  • in den kalten Monaten genügt ein Gießabstand von ein bis zwei Wochen

Kürzen und Vermehren

Der Vegetationspunkt der Cocumbe-Palme sitzt an der Spitze der Palme. Daher darf die Palme niemals an der Spitze gekürzt werden. Braune Blätter werden vorsichtig entfernt, sobald sie vollständig eingetrocknet sind. Ideal ist das Schneiden der Blätter und nicht abpflücken.

Vermehrt wird die Cocumbe-Palme über Samen. Vor dem Aussäen sollte der Samen mehrere Monate getrocknet werden. Zum Säen werden sie auf der Erdoberfläche ausgelegt und bis zur Hälfte mit Substrat bedeckt. Nach dem Keimen kann die Anden-Kokosnuss wie eine erwachsene Palme gepflegt und gehalten werden.

  • Vermehrung durch Samen (im Frühling)
  • darf nicht gekürzt werden
  • trockene Blätter werden durch Schneiden entfernt

Überwintern der Cocumbe-Palme

Die Cocumbe-Palme ist eine frostbeständige Palme, die Temperaturen bis zu – 5 °C aushält. Während der Winterperiode sollte die Kokosnuss-Palme in einem geschützten Raum untergestellt werden. Der Raum sollte nicht allzu hell sein, um ein Wachsen der Palme zu vermeiden. In dieser Zeit wird die Palme nur mäßig, d. h. in Intervallen von ein bis zwei Wochen, gegossen.

  • bis -5 °C frostbeständig
  • während der Winterpause sollte die Palme in einem geschützten Raum aufgestellt werden
  • mäßiges Gießen in der Winterzeit
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Krankheiten und Schädlinge

Vor allem in den Wintermonaten ist die Kokosnuss-Palme empfindlich gegenüber Wollläusen, Spinnmilben und Schildläusen. Vorbeugend können die Wedel mit einem Spülmittel und Wasser abgewischt werden.

Bei einem Befall entfernt eine Mischung aus Wasser und Spülmittel die Schädlinge durch Abwischen von den Wedeln.

  • in den Wintermonaten ist ein Befall mit Spinnmilben, Schildläusen und Wollläusen möglich
  • regelmäßiges Abwaschen der Wedel kann vorbeugend
  • Bei einem Befall: Abwaschen der Wedel mit einem Spülmittel
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  • Darüber hinaus sorgt der Rapsölanteil für einen besonderen Blattglanz.

Fazit zur Cocumbe-Palme

Die Cocumbe-Palme ist eine pflegeleichte Palme, die bei regelmäßigen Gießen und Düngen an einem vollsonnigen, luftigen Standort gut gedeiht. Vermehrt die Palme über getrockneten Samen.

Die Palme wird nicht gekürzt, da sich der Vegetationspunkt an der Spitze befindet. Eine regelmäßige Kontrolle der Wedel und das Abwaschen der Wedel beugt einem Befall mit Schädlingen vor bzw. hält ihn in Grenzen.