Geleepalme (Butia capitata)

Fiederpalmen
7 Min. Lesezeit
Letztmalig überprüft am 14. November 2025
Geleepalme - Pflege, Standort und Eigenschaften
Geleepalme. Bildquelle: JIANG TIANMU/ Shutterstock.com

Zusammenfassung

Die Geleepalme (Butia capitata) ist eine südamerikanische Fiederpalme mit eleganten, blaugrünen, gebogenen Wedeln. Sie produziert essbare Früchte, aus denen Gelee hergestellt werden kann. Diese robuste Palme verträgt Temperaturen bis etwa -10°C und eignet sich für geschützte Standorte im Freien. Die Geleepalme bevorzugt einen sonnigen Standort mit durchlässigem Boden.

Die Geleepalme (Butia capitata) ist eine Unterart der Butiaplame (Butia) mit über 15 Unterarten, die sich vor allem nach den Früchten unterscheiden. Die Butiapalme stammt vom südamerikanischen Kontinent, insbesondere Uruguay und Brasilien, und wird auch generell Geleepalme genannt, weil man aus den Beerenfrüchten der Palme ein süßes Gelee bereiten kann, welches sich z.B. für alkoholische Getränke wie Wein oder Bowle eignet.

Die Butiapalme ist eine langsam wachsende, winterharte Palmenart, die eine Höhe von zirka sechs Metern erreicht. Die Butia capitata besitzt Blattstiele mit dornigen Spitzen. Sehr auffällig sind die elegant nach unten gedrehten und gebogenen Blattwedel, die der Geleepalme ein feines Aussehen geben, die allerdings sehr hart sind. Je nach Sonneneinstrahlung sind die Blattwedel blaugrün, graublau oder dunkelgrün.

Am wohlsten fühlen sich Geleepalmen an sehr hellen Standorten mit voller Sonne. Inzwischen gibt es die Geleepalme auf der ganzen Welt. Die Pflegeansprüche der Geleepalme entsprechen denen der Zwergpalme: eher tiefere, aber frostfreie Temperaturen im Winter und heller Stellplatz mit viel Feuchtigkeit, zum Beispiel im kühlen Wintergarten oder Zimmer.

Geleepalme – Fakten

  • Botanische Bezeichnung Butia capitata
  • Synonyme gewöhnliche Geleepalme, Butiapalme
  • Wuchshöhe bis 5m (in Kultur bis 2m)
  • Blätter blaugrüne, ledrige Fiedern an gebogenen Blattwedeln
  • Frucht rote, pflaumengroße Früchte zum Verzehr, für Gelee und Marmeladen
  • Stamm kräftig
  • Boden durchlässig, mäßig feucht, zum Beispiel Erdgemisch auf Kompostbasis mit einem Zusatz von etwas Sand und Kies
  • Licht vollsonnig im Sommer, hell im Winter
  • Winterhärte winderhart bis ca. -10 Grad Celsius (aber nicht langanhaltende Fröste)
  • Platzbedarf hoch
  • Verwendung Wintergarten, Einzelaufstellung

Die Geleepalme ist eine sehr filigrane Palme, die durch ihr Aussehen unzählige Liebhaber hat. Zum Gedeihen der Palme genügen regelmäßiges Gießen und Düngen. "

Redaktion Zimmerpalmen.net

Geleepalmen in verschiedenen Größen

Herkunft der Geleepalme

Die Geleepalme ist in Südamerika beheimatet. Die Palme wächst vorzugsweise in Uruguay und Brasilien, kommt inzwischen als kultivierte Palme auf der ganzen Welt vor. In den USA gilt die Geleepalme als eine der winterfestesten Palmen des Landes.

  • stammt aus Südamerika – vorwiegend aus Brasilien und Uruguay
  • kommt inzwischen kultiviert auf der ganzen Welt vor

Standort der Geleepalme

Die Butia capitata gedeiht an sehr hellen, vollsonnigen Standorten besonders gut. Die Palme kann in Kübeln auf der Terrasse und im Garten oder im Wintergarten gehalten werden.

Die Geleepalme ist eine langsam wachsende Palme, deren Wachstum an einem halbschattigen oder schattigen Standort noch mehr verlangsamt wird.

In den Wintermonaten sollte die Geleepalme an einem hellen Standort aufgestellt werden. Optimal sind Temperaturen um die 8 Grad im Winterquartier.

Wie alle Palmen muss die Geleepalme nach der Überwinterung langsam an die UV-Strahlung gewöhnt werden. Die Palme sollte daher nach der Winterpause für 14 Tage an einem halbschattigen Standort aufgestellt werden, um Verbrennungen der Blattwedel zu vermeiden.

  • vollsonniger Standort im Kübel, Garten, auf der Terrasse oder im Wintergarten
  • halbschattiger Standort für 14 Tage nach der Überwinterung

Pflege der Geleepalme

Die Geleepalme ist eine relativ anspruchslose Palme, die in den Frühling- und Sommermonaten regelmäßig gegossen und alle vier Wochen gedüngt werden muss. Die Wurzeln müssen beim Gießen gut durchtränkt sein. Geleepalmen besitzen ein sehr dichtes Wurzelwerk.

In den Wintermonaten sollte mit Wasser sparsam umgegangen werden. Zwar müssen die Wurzelballen gut durchfeuchtet sein, die Gießabstände sollten aber erhöht werden, da

  • relativ anspruchslose Pflege
  • regelmäßiges Gießen während der Sommermonate
  • im Winter mäßiges Gießen
  • Düngen mit Flüssigdünger aller vier Wochen

Substrat für die Gelee Palme

Geleepalmen mögen Substrate auf Kompostbasis mit Zusätzen von Kies, Lehm, Lavagranulat und scharfem Sand. Humus- oder Torferde ohne Zusätze sind ungeeignet, da durch das Zusammensacken des Substrats die Wasserdurchlässigkeit und die Belüftung der Wurzeln nicht mehr garantiert ist.

  • Substrat auf Kompostbasis mit Kies, scharfem Sand, Lehm und Lavagranulat
  • Palmenerde eignet sich ebenso
  • Substrate ohne Zusätze sind ungeeignet

Umpflanzen der Geleepalme

Die Geleepalme wird idealerweise im Frühling umgetopft. Während des Umtopfens sollte die alte Erde von den Wurzeln entfernt werden.

Geleepalmen besitzen Pfahlwurzeln und sollten daher in möglichst hohe Pflanzgefäße umgesetzt werden, da ihre Wurzeln nach unten wachsen.

  • im Frühjahr umtopfen
  • Das alte Substrat durch neue Erde ersetzen
  • möglichst hohe Pflanzgefäße verwenden

Gießen und Düngen

Die Geleepalme muss in den Sommermonaten regelmäßig gegossen werden. Die Wurzeln müssen gut durchfeuchtet werden, da Geleepalmen ein sehr dichtes Wurzelwerk in den Töpfen besitzen. Staunässe ist bei Geleepalmen kein Problem, da das überflüssige Wasser binnen kurzer Zeit von den Wurzeln aufgesaugt wird.

Es darf erst wieder gegossen werden, wenn das Substrat vollständig trocken ist. ein Fingertest gibt darüber Aufschluss.

In den Wintermonaten kann der Gießrhythmus stark schwanken. Auch hier sollte erst wieder gegossen werden, wenn das Substrat trocken ist.

Geleepalmen werden in den Sommermonaten alle vier Wochen mit Flüssigdünger gedüngt. Geeignet sind Flüssigdünger, Düngerstäbchen oder Pulver. Auf Langzeitdünger sollte verzichtet werden.

  • regelmäßiges Gießen in den Sommermonaten
  • in den Wintermonaten mäßiges Gießen nach Bedarf
  • Düngen aller vier Wochen

Kürzen und Vermehren

Die Geleepalmen werden durch Palmensamen vermehrt. Optimal ist eine Aussaat bei Temperaturen um 18 °C. Bis zum Zeigen der ersten Spitzen vergehen zwei bis drei Monate.

Der Vegetationspunkt der Geleepalme befindet sich an der Spitze der Geleepalme. Die Spitzen der Geleepalmen dürfen daher niemals geschnitten werden. Entfernen Sie braune Blätter erst, wenn sie vollständig eingetrocknet sind. Schneiden Sie die Blattstiele nicht vollständig ab. Lassen Sie ein Stück (zwei bis drei Zentimeter) stehen, damit die Stämme gleichmäßig aussehen.

  • Vermehrung der Geleepalme mit Samen
  • darf nicht an der Spitze gekürzt werden
  • trockene Blätter vorsichtig entfernen, wenn sie vollständig abgetrocknet sind

Überwintern der Geleepalme

Die Geleepalme sollte ab November in einen Raum untergebracht werden, in der Temperaturen um die 8 °C herrschen. Im Gegensatz zu vielen anderen Palmen bevorzugt die Geleepalme einen hellen Standort in den Wintermonaten.

  • ab November ins Winterquartier stellen
  • Winterpause in einem geschützten Raum mit Temperaturen um 8 °C an einen hellen Standort

Krankheiten und Schädlinge

Dörrt das Substrat über lange Zeit mehrmals aus, ist ein Befall mit Spinnmilben möglich. Zur Vorbeugung sollten die Blätter regelmäßig besprüht oder abgeduscht werden.

In den Wintermonaten ist außerdem ein Befall mit Woll- und Schildläusen möglich. Bei einem Befall hilft das Abwaschen der Blattwedel mit einer Lösung aus Spiritus und Schmierseifen.

  • bei ausgetrockneter Erde ist ein Befall mit Wollläusen, Schildläusen und Spinnmilben möglich
  • Bei Befall hilft ein Abwischen der Blattwedel mit einer Lösung aus Schmierseife und Spiritus

Die essbaren Früchte der Geleepalme

Der Name „Geleepalme" leitet sich von den essbaren, gelb-orangen Steinfrüchten ab, die aromatisch nach einer Mischung aus Ananas und Aprikose schmecken. Sie können roh verzehrt oder zu Gelee verarbeitet werden.

Die Geleepalme gehört zur Unterfamilie Arecoideae, Tribus Cocoseae – verwandt mit Kokospalme und Honigpalme. Ihre stark bogig überhängenden, graugrünen bis blauen Fiedern verleihen ihr eine besonders elegante Erscheinung.

Die winterhärtere Schwesterart: Butia eriospatha

Die Wollige Geleepalme (Butia eriospatha) aus dem Hochland von Südbrasilien ist eine interessante Alternative für kühlere Standorte. Durch ihre Herkunft aus feuchteren, kühleren Gebieten ist sie toleranter gegenüber dem nasskalten deutschen Winter als die gewöhnliche Geleepalme. Ihre Winterhärte reicht bis -12 °C. Erkennbar ist sie an der braunen, wolligen Behaarung der Blütenstandhüllblätter (Spatha).

Fazit zur Geleepalme

Die Geleepalme ist eine sehr filigrane Palme, die durch ihr Aussehen unzählige Liebhaber hat. Zum Gedeihen der Palme genügen regelmäßiges Gießen und Düngen.

Die süßen Früchte der Palmen können zu Wein und Gelee verarbeitet werden. Auch der Verzehr der Früchte ist möglich.

Die Geleepalme verlangt nach möglichst hohen Pflanzgefäßen, da die Wurzeln nach unten wachsen. Ist kein Platz mehr vorhanden, werden die Wurzeln nach oben aus dem Topf herausgedrückt.

Die Palmenart ist empfindlich gegenüber Wollläusen, Schildläusen oder Spinnmilben. Vorbeugend hilft ein Besprühen der Blattwedel mit Wasser.

Videos zu Geleepalmen

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Quellen

  • Palmen, Manfred Manke im Verlag für die Frau, S. 49
  • Palmen für Zimmer- und Wintergarten, Dieter Kämpfer im Ulmer Verlag, S. 77