Yucca Palme (Palmlilie)

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Zuletzt inhaltlich überarbeitet am 13. September 2026
Yucca Palme - Pflege, Standort und Eigenschaften
Zimmer-Yucca (Yucca gigantea) im Topf. Quelle: KI generiert

Zusammenfassung

Die Yucca Palme ist keine echte Palme, sondern eine Palmlilie aus der Familie der Spargelgewächse. Die verbreitete Zimmer-Yucca heißt botanisch Yucca gigantea, früher Yucca elephantipes, und stammt aus Mexiko und Mittelamerika. Sie entwickelt einen dicken Stamm mit schwertförmigen Blättern und ist pflegeleicht, solange sie ganzjährig sonnig steht, von April bis September reichlich Wasser bekommt und im Winter bei mindestens 10 °C überwintert. Frost verträgt die Zimmer-Yucca nicht, winterhart sind dagegen Gartenarten wie Yucca filamentosa und Yucca rostrata. Für Hunde, Katzen und Pferde ist die Yucca giftig, weil sie Saponine enthält.

Steckbrief

Sonnenbedarf
4.5 von 5
Pflegebedarf
1 von 5
Winterhärte
4.5 von 5

Die auch als Palmlilie bekannte Yucca-Palme ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) und damit keine echte Palme. Den Namen Palmlilien verdanken die Yucca-Palmen den lilienartigen Blüten und dem palmähnlichen Blattschopf. Die World Flora Online, das weltweite Pflanzenverzeichnis botanischer Gärten, führt im Juni 2026 51 anerkannte Yucca-Arten. Die am weitesten verbreitete Art ist die Yucca elephantipes, die botanisch heute Yucca gigantea heißt. Diese Zimmer-Yucca braucht eine andere Pflege als die winterharten Gartenarten.

Yucca-Palmen sind verholzende, mehrjährige Pflanzen, die je nach Art einen Stamm ausbilden oder stammlos bleiben. Einige Arten verzweigen sich. Die starren, parallelnervigen Laubblätter stehen, wie für Agaven typisch, in Form einer Rosette. Am Naturstandort wird die Zimmer-Yucca nach Angaben der Royal Horticultural Society (RHS), der britischen Gartenbaugesellschaft, 8 bis 12 Meter hoch. Im Kübel bleibt sie deutlich kleiner.

Anders als oft zu lesen, ist die Yucca-Palme giftig. Sie enthält Saponine, Pflanzenstoffe, die in Wasser seifenartig schäumen. Die Giftnotrufzentrale der amerikanischen Tierschutzorganisation ASPCA stuft Yucca als giftig für Hunde, Katzen und Pferde ein. Wer Haustiere hat, stellt die Pflanze deshalb außer Reichweite.

Die Zimmer-Yucca steht ganzjährig sonnig, bekommt von April bis September reichlich Wasser und alle zwei bis vier Wochen Flüssigdünger und überwintert hell bei mindestens 10 °C. Im Winter lassen Sie die oberen 5 cm Erde zwischen zwei Wassergaben abtrocknen. Frost übersteht sie nicht.

Steckbrief der Yucca-Palme mit 15 Merkmalen

  • Botanische Bezeichnung Gattung Yucca (Palmlilien), Zimmer-Yucca Yucca gigantea, früher Yucca elephantipes
  • Familie Spargelgewächse (Asparagaceae), Unterfamilie Agavengewächse (Agavoideae)
  • Wuchstyp je nach Art verholzender Strauch, kleiner Baum oder stammlose Rosette
  • Wuchshöhe Zimmer-Yucca am Naturstandort 8 bis 12 m, im Kübel deutlich kleiner
  • Wuchseigenschaften aufrecht
  • Blüten cremeweiße, hängende Glocken in Rispen, bei der Zimmer-Yucca nur an älteren Pflanzen im Sommer und Herbst
  • Blätter immergrün, schwertförmig, zugespitzt, bei der Zimmer-Yucca bis 1 m lang
  • Frucht Kapseln
  • Stamm mehrstämmig
  • Boden gut durchlässig, sandig bis lehmig, mäßig nährstoffreich, mäßig trocken bis frisch
  • Licht sonnig bis leicht schattig
  • Winterhärte Zimmer-Yucca nicht winterhart, Gartenarten wie Yucca filamentosa bis rund -29 °C
  • Giftigkeit giftig für Hunde, Katzen und Pferde (Saponine)
  • Platzbedarf gering
  • Verwendung Wintergarten, Pflanzgefäße, Kalthaus

Ist die Yucca-Palme giftig für Katzen und Hunde?

Ja, die Yucca-Palme ist für Katzen, Hunde und Pferde giftig. Die ASPCA nennt Saponine als Giftstoff, bei Hunden und Katzen Erbrechen als Anzeichen und bei Pferden Leberschäden und Hautentzündungen. Die NC State Extension, der Gartenberatungsdienst der North Carolina State University, stuft die Giftigkeit als gering ein.

Am meisten Saponine stecken laut NC State Extension in den Wurzeln und Blättern. Für Menschen nennt dieselbe Quelle Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen und Schwindel, wenn Pflanzenteile verschluckt werden. Die RHS führt die Zimmer-Yucca außerdem als Hautallergen und empfiehlt Schutzkleidung beim Umgang mit der Pflanze.

  • Stellen Sie die Yucca-Palme außer Reichweite von Katzen, Hunden und kleinen Kindern.
  • Räumen Sie abgeschnittene Blätter und Stammstücke gleich weg.
  • Tragen Sie beim Schneiden und Umtopfen Handschuhe.
  • Hat ein Tier Blätter gefressen, rufen Sie Ihre Tierarztpraxis an.

Die Zimmer-Yucca braucht Sonne, wenig Wasser und im Winter mindestens 10 °C

Die Zimmer-Yucca wächst am besten an einem hellen Fenster, bekommt im Sommer reichlich Wasser und regelmäßig Dünger und steht im Winter kühler und trockener, aber nicht unter 10 °C. So beschreibt es die Pflegeanleitung der RHS, und die NC State Extension nennt dieselbe Untergrenze von 10 °C.

ZeitraumStandortGießenDüngenTemperatur
April und MaiSüdfenster, ab Ende Mai geschützt im Freien möglichreichlichalle 2 bis 4 Wochenüber 10 °C
Juni bis Augustgeschützt im Freien oder am Ost- oder Westfenster, hinter Glas leicht beschattetreichlich, überschüssiges Wasser muss ablaufenalle 2 bis 4 WochenSommerwärme, gut lüften
Septembervor dem ersten Frost zurück ins Hausreichlichalle 2 bis 4 Wochenüber 10 °C
Oktober bis Märzhellster Platz, am besten ein Südfenstersparsam, obere 5 cm Erde antrocknen lassenkein Düngermindestens 10 °C

Die Tabelle fasst die Angaben der RHS zusammen. Den Termin im Herbst nennt die Missouri Botanical Garden: Die Kübelpflanze kommt vor dem ersten Frost ins Haus. Für den Dünger nennt die RHS in ihrer Pflegeanleitung zwei Wochen, im Pflanzenprofil einen Monat als Abstand.

Eine gesunde Yucca-Palme beim Kauf erkennen

Beim Kauf verrät der Stamm am meisten über den Zustand der Pflanze. Er fühlt sich fest an. Weiche, eingesunkene Stellen deuten auf Fäulnis hin, die laut NC State Extension und RHS meist von zu viel Wasser kommt. Gelbe, schlaffe Blätter sind nach der RHS ein Zeichen für zu nasse Erde, trockene braune untere Blätter eines für Wassermangel.

  • Der Stamm ist fest und hat keine weichen Stellen.
  • In den Blattachseln sitzen keine weißen Wollläuse und keine braunen Schildläuse.
  • Die Blätter sind straff, grün und ohne braune Flecken.
  • Der Topf hat ein Abzugsloch, damit Gießwasser ablaufen kann.
  • Die Zimmer-Yucca trägt keine stacheligen Blattspitzen und passt deshalb laut Missouri Botanical Garden gut in Wohnräume.

15 Yucca-Arten für Wohnung und Garten

Neben der Yucca elephantipes gibt es weitere Yucca-Arten, die in Mitteleuropa in der Wohnung oder im Garten wachsen. Hinter dem botanischen Namen stehen die deutschen und englischen Namen der Arten, weil viele Pflanzen und Samen aus Nordamerika unter ihrem englischen Namen beschrieben werden.

1. Yucca aloifolia (Graue Palmlilie, englisch Aloe Yucca oder Spanish Bayonet)

Yucca aloifolia mit steifen, spitzen Blättern
Yucca aloifolia. Bildquelle: manuel segura martinez / Shutterstock.com

Die Yucca aloifolia, auch graue Palmlilie genannt, ist eine relativ pflegeleichte Art, die an hellen Standorten sehr gut gedeiht. Ihr Artname bedeutet laut Missouri Botanical Garden, dass ihre steifen Blätter an eine Aloe erinnern. Daher kommt der englische Name Aloe Yucca. Sie wächst mit einem einzelnen oder wenig verzweigten Stamm und wird am Naturstandort an den Küsten des Golfs von Mexiko laut NC State Extension 3 bis 4,5 Meter hoch, laut Missouri Botanical Garden bis 6 Meter. Auffällig sind die spitzen, steifen dunkelgrünen Blätter, die bis zu 40 cm lang und zwei bis drei Zentimeter breit werden können. Die Blattränder tragen feine Stacheln, und jedes Blatt endet in einer harten Spitze.

An sonnigen Standorten gedeiht die Yucca aloifolia besonders gut. Im Sommer bildet sie cremeweiße, hängende Blüten, die laut Missouri Botanical Garden einen violetten Hauch tragen. Mit einer Länge von 2 cm bis 3 cm und einem Durchmesser von bis zu 1,5 cm werden die Blüten relativ groß. Die Missouri Botanical Garden stuft die Art bis USDA-Zone 8 als winterhart ein. USDA-Zonen sind die Winterhärtezonen des US-Landwirtschaftsministeriums, geordnet nach der mittleren tiefsten Wintertemperatur; Zone 8 beginnt bei rund -12 °C. Die NC State Extension nennt für die Yucca aloifolia Zone 6, also rund -23 °C. Im Kübel überwintert sie laut RHS bei mindestens 7 °C und während der Wintermonate geschützt.

Die Graue Palmlilie eignet sich aufgrund ihrer Pflegeleichtigkeit auch für Anfänger in der Palmenzucht. Besondere Vorkenntnisse sind nicht notwendig."

Redaktion Zimmerpalmen.net

2. Yucca baccata (Blaue Palmlilie, englisch Banana Yucca)

Yucca baccata mit grünblauen Blättern
Yucca baccata. Bildquelle: David Wingate / Shutterstock.com

Die Yucca baccata (Blaue Palmlilie) bildet nur einen kleinen Stamm, kann aber auch als reiner Strauch ohne Stamm vorkommen. Die zur Familie der Spargelgewächse gehörende Blaue Palmlilie besitzt grünblaue Blätter mit einer Länge von 30 bis 70 cm. Besonders auffällig sind die behaarten Ränder der Blätter und die glockenförmigen weißen Blüten. Die äußeren Blütenblätter weisen einen rötlichen oder violetten Farbton auf.

An sonnigen Standorten gedeiht die Yucca baccata besonders gut. Sie gilt als sehr winterhart und soll Temperaturen bis zu -20 °C überstehen. Eine Winterhärtezone nennen für sie weder die NC State Extension noch die Missouri Botanical Garden.

Die Yucca baccata ist eine relativ pflegeleichte Pflanze, die trockene und sonnige Standorte bevorzugt. Sie ist anfällig für Wurzelfäulnis und Schädlinge wie Spinnmilben, Wollläuse oder Schildläuse."

Redaktion Zimmerpalmen.net

3. Yucca carnerosana (Riesenyucca, Carneros Palmlilie, Spanisches Bajonett)

Die Yucca carnerosana ist eine Palmlilien-Art mit breiten, grünen und sehr festen Blättern. Auffällig an den Blättern sind die harten, schwarzen Blattspitzen mit weißen Fasern. Die Pflanze kann an sonnigen Standorten bis zu acht Meter hoch werden.

Die Yucca carnerosana bevorzugt sonnige und warme Standorte. Dort wachsen die sonst langsam wachsenden Palmlilien etwas schneller. Stehen die Pflanzen an dunkleren Standorten, wird ihr Wachstum zusätzlich gehemmt.

Die Yucca carnerosana gilt als sehr frostbeständig und soll Temperaturen bis zu -20 °C überstehen. Sie bildet eigenständige Ableger, die später selbst wurzeln und eingepflanzt werden.

Die Yucca carnerosana ist eine extrem pflegeleichte Palmlilie, die kaum Pflege und nur wenig Wasser benötigt. Auch für Schädlinge ist die Pflanze kaum anfällig. (Redaktion)

4. Yucca elephantipes (Riesen-Palmlilie, botanisch heute Yucca gigantea)

Yucca elephantipes, die Zimmer-Yucca, mit mehreren Stämmen
Yucca elephantipes. Bildquelle: FotoStraka / Shutterstock.com

Die Yucca elephantipes (Riesen-Palmlilie) ist eine leicht zu pflegende Palmlilie und die Art, die als Zimmer-Yucca verkauft wird. Ihr gültiger botanischer Name ist Yucca gigantea: Charles Lemaire hat sie 1859 unter diesem Namen beschrieben, und die World Flora Online führt Yucca elephantipes nur noch als Synonym. Ihr Verbreitungsgebiet reicht laut NC State Extension von Zentralmexiko über Belize, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Costa Rica bis Panama. In Mexiko wächst sie unter anderem in den Bundesstaaten Yucatán, Campeche, Quintana Roo und Chiapas. In Europa kommt sie als Kulturpflanze vor.

Die Yucca elephantipes bildet als Kulturpflanze einen fünf bis zehn Zentimeter dicken Stamm aus. Im Kübel wird sie bis zu fünf Meter hoch, ohne viele Verzweigungen zu bilden. Ihre schwertförmigen Blätter werden laut RHS bis 1 m lang. Anders als die meisten Yucca-Arten trägt sie keine Stachelspitzen an den Blättern, wie die Missouri Botanical Garden beschreibt; daher kommt der englische Name Spineless Yucca.

Frost verträgt die Zimmer-Yucca nicht. Die RHS ordnet sie in ihre Härtestufe H2 ein, also Pflanzen, die Temperaturen von 1 bis 5 °C aushalten, aber keinen Frost. Die NC State Extension rät, sie ins Haus zu holen, sobald die Temperatur unter 10 °C fällt.

Die Yucca-Palme ist eine pflegeleichte Pflanze, die sich über Stammstücke und Kindel vermehren lässt. Sie kommt mit wenig Wasser aus und bekommt von April bis September alle zwei bis vier Wochen einen Volldünger."

Redaktion Zimmerpalmen.net

5. Yucca faxoniana (Faxon Palmlilie)

Die Yucca faxoniana ist eine stammbildende Yucca-Pflanze, die gern solitär wächst. Sie erreicht Wuchshöhen von zwei bis sieben Meter und besitzt blaugrüngraue Laubblätter, die vor allem wegen ihrer Steifheit und ihrer Länge von bis zu anderthalb Metern auffallen. Die Blätter der Yucca faxoniana bilden an den Rändern Fasern.

Die länglichen, weißen Blüten des aufrechten und dichten Blütenstands werden bis zu neun Zentimeter lang. Die Yucca faxoniana blüht in den Monaten März bis Mai.

Bei einem trockenen Standort soll die Yucca faxoniana Temperaturen bis zu -20 °C überstehen. Angaben aus dem Pflanzenhandel schwanken für diese Art zwischen USDA-Zone 5 und Zone 7, also zwischen rund -29 °C und -18 °C. Sie bevorzugt sonnige Standorte und einen gut wasser- und luftdurchlässigen Boden.

Die Yucca faxoniana ist eine sehr pflegeleichte Pflanze, die nur wenig Wasser und Dünger benötigt. (Redaktion)

6. Yucca filamentosa (Fädige Palmlilie, englisch Adam's Needle)

Yucca filamentosa mit Fäden an den Blatträndern
Yucca filamentosa. Bildquelle: Motmot / Shutterstock.com

Die Yucca filamentosa ist eine der bekanntesten Yuccas weltweit. Auch sie gehört zur Familie der Spargelgewächse und ist wegen ihres buschigen Wuchses und ihrer Robustheit sehr beliebt.

Auf Deutsch heißt die Yucca filamentosa Fädige Palmlilie, weil sich an den Blatträndern lange, gekräuselte Fäden lösen. Der Artname filamentosa bedeutet laut Missouri Botanical Garden fadentragend. Heimisch ist sie im Südosten der USA, laut NC State Extension unter anderem in Florida, Georgia, North und South Carolina, Virginia und West Virginia.

Sie ist stammlos und breitet sich über Seitentriebe am Grund mit der Zeit zu kleinen Gruppen aus. Im Handel gibt es neben der Art Sorten mit hell gerandeten Blättern wie 'Bright Edge' und 'Color Guard'. In ihrer Heimat blüht sie laut NC State Extension von April bis Juni, die Missouri Botanical Garden nennt Juni und Juli; der Blütenstiel wird dabei 1,5 bis 2,4 Meter hoch.

Einige Unterarten der Yucca filamentosa sind sehr unempfindlich gegenüber Frost, da sie bei starker Kälte ihre Blätter einrollen und dem Frost so wenig Angriffsfläche bieten. Die NC State Extension stuft sie bis USDA-Zone 4 als winterhart ein, die Missouri Botanical Garden bis Zone 5. Das entspricht rund -34 °C beziehungsweise -29 °C.

Die Yucca filamentosa ist winterhart und pflegeleicht und sogar im Fachhandel zu bekommen. (Redaktion)

7. Yucca filifera (Palma China, Palma Corriente, Tambasi Yucca)

Die Yucca filifera ist ebenfalls eine Palmlilien-Art aus der Gruppe der Spargelgewächse. Sie gehört zu den am schnellsten wachsenden Yucca-Pflanzen überhaupt. Eine voll ausgewachsene Yucca filifera erreicht eine Höhe von bis zu 15 m. Auffällig ist die hohe Zahl der Verzweigungen. Mit bis zu 50 Verzweigungen unterscheidet sich die Yucca filifera von anderen Palmlilien-Arten. Die Palmlilie besitzt grüne, raue Blätter mit einer Länge zwischen 30 cm und 80 cm und weißen Fasern an den Rändern.

Die Yucca filifera gilt als mäßig winterhart. Sie soll Temperaturen von bis zu -12 °C überstehen und sollte in den Wintermonaten deshalb frostsicher stehen. Ideal sind Temperaturen bis 12 °C.

Die Yucca filifera ist eine pflegeleichte Palmlilie, die sich in steinigen, sandigen und trockenen Böden wohlfühlt. (Redaktion)

8. Yucca flaccida (Schlaffe Palmlilie, englisch Weakleaf Yucca)

Die Yucca flaccida ist eine weitere robuste Pflanze aus der Familie der Spargelgewächse und wegen ihrer genügsamen Art ein gern gesehenes Agavengewächs in den Gärten und Wohnzimmern Deutschlands. Die Pflanze ist im Osten der Vereinigten Staaten von Neuengland im Norden bis in die Südstaaten am Golf von Mexiko im Süden beheimatet.

Sie wächst allein stehend (solitär) und besitzt entweder keinen oder nur einen kurzen Stamm. Die Blütezeit ist auf Juni und Juli begrenzt; die weißen bis cremefarbenen Blüten hängen in bis zu sechs Zentimeter breiten Glocken herab.

Von der eng verwandten Yucca filamentosa unterscheidet sie sich vor allem durch die Blätter. Die grünen bis blaugrünen Blätter der Yucca flaccida sind dünner, weicher und glatter als die der Yucca filamentosa und zeigen an den Blatträndern feine Fasern. Die Blätter selbst sind zwischen 20 und 70 Zentimeter lang und bis zu drei Zentimeter breit. Die Pflanze selbst ist schlank; der Blütenstand befindet sich in einer Höhe zwischen zwei und vier Metern und sitzt auf einem dünnen, aber stabilen Stiel.

Die Schlaffe Palmlilie ist kalte Winter aus ihrer Heimat gewohnt. Die NC State Extension stuft sie bis USDA-Zone 4 als winterhart ein, das entspricht rund -34 °C, und die RHS empfiehlt ihre Sorten 'Ivory' und 'Golden Sword' für den Garten. (Redaktion)

9. Yucca glauca (Stamm-Palmlilie, Seifen-Yucca, Blaulaubige Palmlilie, Blaugrüne Palmlilie, englisch Soapweed Yucca)

Yucca glauca in der Prärie
Yucca glauca. Bildquelle: Sari ONeal / Shutterstock.com

Die Yucca glauca kommt in Nordamerika, von Südkanada bis Texas, vor. Sie wächst bevorzugt in Prärien, daher rührt ihr Name Prärie-Palme. Die Yucca glauca wächst auch in Wiesen und Gebüschen der Mittelgebirge und gilt als extrem frosthart. Sie wächst oft zusammen mit Kakteen.

Die Prärie-Palme ist eine stammlose Pflanze. In wenigen Fällen bildet sie einen kurzen Stamm. Charakteristisch sind die einzelnen Blattrosetten mit einem Durchmesser von 2,5 m. Diese Rosetten teilen sich mit zunehmendem Alter in mehrere Blattrosetten auf. Auffällig sind die bis zu 70 cm langen blassgrünen bis grauen Blätter mit weißen Rändern und brauner Spitze.

Im Gegensatz zu anderen Yucca-Arten ist der Blütenstand der Yucca glauca nur wenig bis gar nicht verzweigt. Er besteht aus zahlreichen duftenden, glockenförmigen, grünweißen Blüten, die eine Größe von bis zu 6 cm erreichen können.

Die Yucca glauca bevorzugt gut drainierte und mineralische Böden an einem vollsonnigen Standort. Wegen ihrer großen Winterhärte muss sie im Winter nicht eingepackt werden. Die NC State Extension stuft sie bis USDA-Zone 4 als winterhart ein, das entspricht rund -34 °C. Damit gehört sie zu den frosthärtesten Palmlilien; eine Palme ist sie botanisch nicht.

Aufgrund ihrer Pflegeleichtigkeit eignet sich die Yucca glauca sehr gut für Einsteiger und Menschen, die keinen grünen Daumen haben. (Redaktion)

10. Yucca gloriosa (Kerzen-Palmlilie, englisch Spanish Dagger)

Die Yucca gloriosa, auch unter dem Namen Kerzen-Palmlilie bekannt, gehört wie alle Palmlilien zur Familie der Spargelgewächse. Der schwedische Botaniker Carl von Linné hat die Yucca gloriosa 1753 in seinem Werk Species Plantarum beschrieben.

Die Yucca gloriosa gedeiht sowohl als Gartenpflanze als auch im Topf als Zimmerpflanze und ist eine der bekanntesten Yucca-Palmen im Fachhandel. Die Palmlilie ist eine mehrjährige Pflanze, die mit der Zeit verholzt und einen Stamm bildet. In dieser Form kann sie einen halben bis zweieinhalb Meter groß werden. Sie wächst relativ langsam. Die Blätter sind lang, schwertförmig und spitz zulaufend. Sie haben in der Regel eine grau- bis blaugrüne Farbe.

Das Besondere an der Yucca gloriosa ist vor allem ihre große Blütenrispe, die bis zu 1,4 Meter hoch aufragen kann und mehrere glockenförmige Blüten von zwei bis dreieinhalb Zentimetern Größe trägt. Die Blüten duften angenehm und haben eine cremeweiße bis grünliche Farbe.

Auf Nässe reagiert die Yucca gloriosa empfindlich. Steht die Pflanze trocken, stuft die NC State Extension sie bis USDA-Zone 7 als winterhart ein (rund -18 °C), die Missouri Botanical Garden für die Sorte 'Variegata' bis Zone 6 (rund -23 °C). (Redaktion)

11. Yucca madrensis

Yucca madrensis mit blaugrauen Blättern
Yucca madrensis. Bildquelle: Sundry Photography / Shutterstock.com

Die Yucca madrensis gehört zur Gattung der Palmlilien in der Familie der Spargelgewächse, genauso wie die vielen anderen Yucca-Arten. Die Pflanze wächst solitär und besitzt einen kurzen Stamm von 0,5 m bis 0,8 m. Sie kann über 3 m hoch werden. Die blaugrauen bis grünen Blätter sind 50 cm bis 80 cm lang und 2 cm bis 3 cm breit. In den Sommermonaten trägt die Yucca madrensis hängende, glockenförmige weiße Blüten.

Die Yucca madrensis ist vor allem in Mexiko und den USA verbreitet. Sie ist mit der Yucca schottii verwandt. Die immergrüne Yucca madrensis gilt als frosthart und soll Temperaturen bis zu -15 °C vertragen.

Die Yucca madrensis ist eine sehr pflegeleichte Palmlilie, die nur sehr wenig Feuchtigkeit und einen nicht sauren, steinig-humosen Boden an einem sonnigen Standort benötigt. (Redaktion)

12. Yucca rigida (Blaukronige Kugelyucca)

Die Yucca rigida (Blaukronige Kugelyucca) ist eine immergrüne Palmlilie mit einem massiven Stamm. Sie besitzt bis zu 1,5 m lange Blütenstände mit runden oder glockenförmigen weißen Blüten. Auffällig sind die blauen gezahnten Blätter mit einer Länge von bis zu 60 cm. Die Pflanze kann zwei bis fünf Meter hoch werden. Sie besitzt eine Krone mit einem Umfang von einem Meter. Abgestorbene Blätter hängen nach unten und legen sich wie ein Bart um den Stamm der Yucca rigida.

Die Yucca rigida gehört zur Serie Rupicolae und ist mit der Yucca rostrata verwandt. Ihre Blätter sind laut Missouri Botanical Garden steifer und wehrhafter als die der Yucca rostrata.

Die Yucca rigida wächst in den mexikanischen Staaten Durango, Chihuahua und Coahuila (im deutschen Erzhausen existiert ein einziges, 40 Jahre altes Einzelexemplar). Sie wächst bevorzugt in Höhen von bis zu 1.600 Metern.

Die Yucca rigida ist eine pflegeleichte Palmlilie, die sich gut für Anfänger eignet. Sie benötigt nur wenig Wasser und Dünger und soll Temperaturen bis zu -18 °C überstehen. Sie lässt sich gut vermehren und kann in eigener Anzucht gezogen werden."

Redaktion Zimmerpalmen.net

13. Yucca rostrata (Big Bend Yucca, englisch auch Beaked Yucca)

Yucca rostrata mit kugeliger, blaugrüner Blattkrone
Yucca rostrata. Bildquelle: Henryk Sadura / Shutterstock.com

Die Yucca rostrata gehört zu den beliebtesten Yucca-Palmen und ist auch als Big Bend Yucca bekannt, nach dem Big-Bend-Nationalpark. Der Artname rostrata bedeutet geschnäbelt und bezieht sich laut Missouri Botanical Garden vermutlich auf den Bau der Blüte; daher kommt der englische Name Beaked Yucca. Beheimatet ist die Pflanze in der Region des Rio Grande im Süden von Texas und im nördlichen Mexiko.

Der ideale Standort ist sonnig, wobei der Boden durchaus auch steinig ausfallen darf. Wichtig ist, dass der Standort für die Yucca rostrata windgeschützt ist. Außerdem sollten die Böden gut drainiert und mineralisch sein. So nimmt die Pflanze in der Vegetationspause nicht zu viel Feuchtigkeit auf; in schlecht drainiertem Boden sollte sie laut Missouri Botanical Garden gar nicht stehen.

Auch in Deutschland ist die Yucca rostrata beliebt, vor allem weil die Pflanze winterhart ist. Die NC State Extension und die Missouri Botanical Garden stufen sie bis USDA-Zone 5 ein, das entspricht rund -29 °C. Im Winter sollte sie trotzdem vor Nässe geschützt werden. Die Pflanze erreicht laut NC State Extension eine Wuchshöhe von 1,5 bis 4,5 Metern, wobei der Blütenstand nicht mit berücksichtigt ist. Pro Jahr wächst die Yucca rostrata etwa zwei bis fünf Zentimeter im Stammumfang.

Wenn die Yucca rostrata gegen Nässe geschützt wird, ist sie eine pflegeleichte und winterharte Palmlilie für den Garten."

Redaktion Zimmerpalmen.net

14. Yucca treculeana

Die Yucca treculeana ist eine Palmlilie, deren breite, grüne und stabile Blätter mit spitzen und harten Blattspitzen charakteristisch für die Pflanze sind. Auffällig sind die halbrunden bis runden Schöpfe, die die Blätter bilden. Der Stamm der Yucca treculeana ist schlank und weist nur selten Verzweigungen auf.

Wie viele Palmlilien bevorzugt die Yucca treculeana einen vollsonnigen Platz. Pro Sommer bildet sie an einem sonnigen Standort ein bis zwei Blattsätze (vier bis acht Blätter). Wegen ihrer Frosthärte muss die Yucca treculeana im Winter nicht unbedingt frostfrei stehen. Wichtig ist ein trockener Standort. Lagerhallen eignen sich daher ebenso gut wie kleine Gewächshäuser.

Die Yucca treculeana ist eine pflegeleichte Palmlilie, die kaum Wasser und Pflege benötigt. Damit eignet sich die Palmlilie gut für Anfänger in der Pflanzenpflege. (Redaktion)

15. Yucca whipplei (heute Hesperoyucca whipplei)

Yucca whipplei mit hohem Blütenstand
Yucca whipplei. Bildquelle: Mariusz S. Jurgielewicz / Shutterstock.com

Die Yucca whipplei heißt botanisch heute Hesperoyucca whipplei und steht damit in einer eigenen Gattung der Agavengewächse, wie die World Flora Online festhält. Sie wächst solitär und besitzt einen rispigen Blütenstand, der zwei bis fünf Meter hoch werden kann.

Charakteristisch für die Yucca whipplei sind die flexiblen dünnen Laubblätter, die 25 cm bis 65 cm lang und 1 cm bis 2 cm breit werden können. Die Blätter besitzen eine blaue bis graue Färbung und sind fein gezahnt.

Auffällig sind die kugeligen, hängenden Blüten mit einer Länge von drei bis fünf Zentimetern und einem Durchmesser von einem bis drei Zentimetern. Die sechs Blütenhüllblätter besitzen dieselbe Form und sind weiß bis cremefarben mit einer violetten Färbung an den Spitzen. Die Yucca whipplei blüht von März bis Juni.

Pflanzen der Yucca whipplei, die im Gebirge wachsen, sollen an einem trockenen Standort bis -18 °C frostbeständig sein. Diese Art kommt in Europa nur selten vor.

Die Yucca whipplei ist eine pflegeleichte Palmlilienart, die auch längeren Trockenperioden standhält. Sie wird über Samen gezogen und muss vor Wind und Nässe geschützt werden."

Redaktion Zimmerpalmen.net

Welche Yucca-Arten sind winterhart?

Von den 15 beschriebenen Arten sind Yucca filamentosa, Yucca flaccida und Yucca glauca am frosthärtesten, die die NC State Extension bis USDA-Zone 4 einstuft, also bis rund -34 °C. Yucca rostrata folgt mit Zone 5, rund -29 °C. Die Zimmer-Yucca Yucca gigantea verträgt dagegen keinen Frost und überwintert im Haus.

Die USDA-Winterhärtezonen des US-Landwirtschaftsministeriums teilen Regionen nach der mittleren tiefsten Wintertemperatur in Stufen von 10 Grad Fahrenheit ein, jede Zone in eine kältere Hälfte a und eine wärmere Hälfte b. In der letzten Spalte steht die untere Grenze der kältesten Zone, die eine der beiden Quellen nennt, umgerechnet in Grad Celsius.

ArtEnglischer NameZone laut NC State ExtensionZone laut Missouri Botanical GardenTiefstwert der kältesten Zone
Yucca filamentosaAdam's Needle4a bis 10b5 bis 10rund -34 °C
Yucca flaccidaWeakleaf Yucca4a bis 9bkeine Angaberund -34 °C
Yucca glaucaSoapweed Yucca4a bis 8bkeine Angaberund -34 °C
Yucca rostrataBeaked Yucca5a bis 12b5 bis 10 (Sorte 'Sapphire Skies')rund -29 °C
Yucca aloifoliaAloe Yucca6a bis 11b8 bis 11rund -23 °C, laut Missouri Botanical Garden nur -12 °C
Yucca gloriosaSpanish Dagger7a bis 11b6 bis 10 (Sorte 'Variegata')rund -23 °C, laut NC State Extension nur -18 °C
Yucca gigantea (Zimmer-Yucca)Spineless Yucca10a bis 12b9 bis 10nicht frosthart, RHS-Härtestufe H2 (1 bis 5 °C)

Für Yucca baccata, Yucca carnerosana, Yucca faxoniana, Yucca filifera, Yucca madrensis, Yucca rigida, Yucca treculeana und Hesperoyucca whipplei nennen weder die NC State Extension noch die Missouri Botanical Garden eine Winterhärtezone. Die Frostwerte bei diesen Arten sind Erfahrungswerte aus der Kultur. Angaben aus dem Pflanzenhandel weichen je nach Herkunft der Pflanzen voneinander ab, bei Yucca faxoniana etwa zwischen Zone 5 und Zone 7.

Mehrere Gartenarten, etwa Yucca gloriosa und Yucca rostrata, vertragen Nässe schlecht. Wie Kübelpflanzen vor Nasskälte geschützt werden, beschreibt der Ratgeber Der richtige Winterschutz für Ihre Zimmerpalme.

Wann blüht eine Yucca?

Gartenarten wie Yucca filamentosa und Yucca rostrata blühen vom späten Frühjahr bis in den Sommer. Die Zimmer-Yucca blüht laut RHS nur als ältere Pflanze im Sommer und Herbst, im Kübel bildet sie laut Missouri Botanical Garden oft gar keine Blüten.

ArtBlütezeit laut NC State ExtensionBlütezeit laut Missouri Botanical GardenBlütenfarbe
Yucca filamentosaApril bis JuniJuni bis Julicremeweiß
Yucca aloifoliaSommerJuni bis Septembercremeweiß mit violettem Hauch
Yucca gloriosaFrühjahr bis HerbstJuli bis August (Sorte 'Variegata')cremeweiß
Yucca rostrataspätes FrühjahrMai bis August (Sorte 'Sapphire Skies')cremeweiß
Yucca glaucaSommerkeine Angabegrünlich weiß
Yucca gigantea (Zimmer-Yucca)Frühjahr bis SommerFrühjahr oder Sommer, im Kübel oft keine Blütecremeweiß

Die Blütezeiten beobachten die beiden Quellen in Gärten in North Carolina und Missouri. Bestäubt werden Yucca-Blüten von Yuccamotten, kleinen Nachtfaltern, deren Weibchen Pollen von Blüte zu Blüte tragen und dabei Eier ablegen; die Raupen fressen später einen Teil der Samen. Wer von einer Yucca Samen ernten möchte, bestäubt die Blüten laut RHS von Hand.

Herkunft der Yucca-Palme in Nord- und Mittelamerika

Die Yucca-Palme kommt überwiegend im Süden Kanadas, in den westlichen USA sowie in weiten Teilen Mexikos vor. Das Hauptvorkommen erstreckt sich auf die amerikanisch-mexikanische Grenzregion. Einzelne Arten wie Yucca filamentosa und Yucca aloifolia stammen aus dem Südosten der USA, die Zimmer-Yucca aus Mexiko und Mittelamerika bis Panama. Weil bestimmte Arten besonders frosthart und widerstandsfähig sind, können sie selbst in unseren Breitengraden überleben.

  • Die Heimat der Yucca-Palmen liegt in Nord- und Mittelamerika, von Südkanada bis Panama.
  • Einige Arten sind besonders widerstandsfähig und wachsen auch in kälteren Regionen.

Die Yucca-Palme braucht einen sonnigen Standort

Zu Beginn stellt sich die Frage nach dem richtigen Standort. Die Entscheidung sollte nicht zu voreilig fallen, da ein schlechter Platz den späteren Pflegeaufwand deutlich erhöht. Ob Garten, Balkon oder die eigenen vier Wände Grundsätzlich kommen unterschiedliche Standorte in Betracht. Wichtiger als der persönliche Geschmack sind für die Standortwahl die Bodenbeschaffenheit und die Lichtverhältnisse.

Einige Yucca-Arten kommen mit Halbschatten zurecht, doch die meisten Arten brauchen einen Platz mit viel Sonne. Die RHS empfiehlt für die Zimmer-Yucca ganzjährig einen sonnigen Platz, im Winter ein Südfenster und im Sommer ein Ost- oder Westfenster. Hinter Glas schützt im Sommer leichter Schatten vor direkter Sonne, und das Zimmer wird gut gelüftet. Von Ende Mai bis August darf die Zimmer-Yucca laut RHS an einen geschützten Platz ins Freie, solange der Topf bei Wind nicht umkippt. Etwas Wind schadet der Pflanze nicht, da sie ihn aus ihrer Heimat gewohnt ist.

Die Yucca-Palme stellt insgesamt wenige Ansprüche an ihren Standort und gibt sich schnell zufrieden. Steht sie zu dunkel, hängen ihre Blätter nach Angaben der RHS herab. Weil die Pflanze zum Licht wächst, drehen Sie den Topf regelmäßig, sonst wird sie schief.

  • Yuccas sind eher anspruchslos und können im Garten, in der Wohnung oder auf dem Balkon gehalten werden.
  • Die Zimmer-Yucca braucht ganzjährig viel Licht, im Winter am besten an einem Südfenster.
  • Drehen Sie den Topf regelmäßig, damit die Pflanze gerade wächst.
  • Ein windiges Plätzchen schadet der Yucca-Palme keineswegs.

Welche Erde braucht die Yucca-Palme?

Die Yucca-Palme braucht eine sehr durchlässige Erde, in der kein Wasser steht. Die RHS empfiehlt für Kübel eine lehmhaltige Kübelerde mit 20 bis 30 Prozent zusätzlichem grobem Splitt. Die NC State Extension empfiehlt für Zimmerpflanzen einen Teil Blumenerde auf drei Teile Perlite oder Sand.

Für ein gesundes Wachstum ist die Wahl des richtigen Substrats wichtig, auch wenn Yucca-Palmen als eher anspruchslos gelten. Im Garten genügt gewöhnliche Gartenerde, solange sie Wasser gut abführt; die Missouri Botanical Garden beschreibt das für die Yucca aloifolia. Vor allem ist durchlässiges Substrat zu verwenden. Für Pflanzenfreunde und Einsteiger, die viel unterwegs sind, ist eine Hydrokultur ideal. Je nach Belieben kann auch Sand oder Kies als Abdeckschicht aufgetragen werden. Zum Auflockern des Substrats eignen sich außerdem Seramis, Bimsstein oder Perlite. Mineralische Zusätze wie Perlite, Lava oder Blähton, die der Ratgeber Palmenerde für lockeren Boden und gutes Wachstum für Palmen aus trockenen Regionen nennt, lockern auch die Erde einer Yucca auf.

  • Beim Einpflanzen in den Garten kann auf normale Gartenerde zurückgegriffen werden.
  • Ausschlaggebend ist ein durchlässiges Substrat.
  • Für Kübel: lehmhaltige Kübelerde mit 20 bis 30 Prozent Splitt (RHS) oder ein Teil Erde auf drei Teile Perlite oder Sand (NC State Extension).
  • Die obere Erdschicht kann mit Sand, Kompost oder Kies angereichert werden.
  • Yucca-Palmen lassen sich auch in einem anorganischen Substrat halten (Hydrokultur).

Die Yucca-Palme umtopfen, wenn die Wurzeln den Topf füllen

Weil der Wurzelballen alle zwei bis drei Jahre durchwurzelt ist, sollte die Yucca-Palme dann in durchlässige und nährstoffreiche Erde umgesetzt werden. Das Umtopfen sollte sehr vorsichtig geschehen, um die Palmlilie nicht zu beschädigen. Wegen der feinen Wurzeln werden oberflächliche, kleine Beschädigungen kaum zu verhindern sein. Auch wenn die Yucca beim Umtopfen einen Schaden erleidet, sollte sie nicht vorschnell aufgegeben werden. Palmlilien sind äußerst robust und können in vielen Fällen neue Wurzeln schlagen und gut gedeihen. Weil die RHS die Zimmer-Yucca als Hautallergen führt, tragen Sie beim Umtopfen Handschuhe.

Zum Pflanzen oder Umtopfen eignen sich tiefe, hohe Pflanzgefäße, in denen die Pflanze Nährstoffe gut aufnehmen kann. Damit das Wasser ablaufen kann, empfiehlt sich eine Drainage am Topfboden. Von kleinen Pflanzgefäßen ist abzusehen, da sie die Entfaltung der Pflanze verhindern.

  • Umtopfen, sobald die Wurzeln unten aus dem Topf wachsen, spätestens jedoch alle drei Jahre
  • Damit das Wasser ablaufen kann, empfiehlt sich eine Drainage am Topfboden.
  • Von kleinen Pflanzgefäßen ist abzusehen, da sie die Entfaltung der Pflanze verhindern.

Die Yucca-Palme im Sommer reichlich und im Winter sparsam gießen

Yuccas können Wasser über lange Zeiträume speichern. Bei dem in Deutschland vorherrschenden Klima ist es meist nicht notwendig, eine im Freien ausgepflanzte Yucca-Palme zu gießen. Nur wenn sie an einem sonnigen Platz steht und der Sommer trocken und heiß ist, braucht sie gelegentlich Wasser, wie die Missouri Botanical Garden für die Gartenarten beschreibt. Die Erde sollte grundsätzlich nicht zu feucht sein, da schnell die Gefahr besteht, die Pflanze zu übergießen; zu viel Wasser führt laut NC State Extension zu Wurzelfäule.

Für die Zimmer-Yucca gilt nach der RHS eine einfache Regel. Von April bis September gießen Sie reichlich, im Winter sparsam, und zwischen zwei Wassergaben trocknen dann die oberen 5 cm Erde ab. Die Missouri Botanical Garden rät, die Erde auch im Sommer zwischen den Wassergaben abtrocknen zu lassen und im Winter nur so viel zu gießen, dass die Blätter nicht leiden.

Yucca-Palmen, die im Garten ausgepflanzt sind, brauchen keinen Dünger. In einem Kübel ist das Düngen in der Wachstumsphase ratsam. Die RHS nennt einen ausgewogenen Flüssigdünger alle zwei Wochen, in ihrem Pflanzenprofil einmal im Monat, und im Winter gar keinen. Wichtige Nährstoffe hierbei sind Kalk, Magnesium und Kali.

  • Häufiges Gießen ist nicht erforderlich.
  • Die oberste Erdschicht sollte vor dem Gießen abgetrocknet sein, im Winter die oberen 5 cm.
  • Kalkhaltiges Wasser lässt sich bedenkenlos verwenden.
  • Als Kübelpflanze bekommt die Yucca während der Wachstumsphase alle zwei bis vier Wochen Dünger, im Winter keinen.
  • Von einem üppigen Einsatz von Düngemitteln ist abzusehen.

Die Yucca-Palme kürzen und aus Stammstücken vermehren

Zu einer guten Pflege der Yucca-Palme gehört auch das gelegentliche Ausdünnen und Abschneiden der Blätter. Andernfalls kann die Yucca-Palme ihre Umgebung schnell überwuchern. Hierzu genügt ein scharfes Messer. Das Frühjahr, von Ende März bis Mitte Mai, gilt als bester Zeitpunkt; die RHS empfiehlt, eine zu hoch gewordene Zimmer-Yucca im Frühjahr, wenn das Wachstum wieder einsetzt, um bis zur Hälfte zu kürzen. Die Schnittstelle zu versiegeln ist nicht zwingend erforderlich. Es schadet allerdings nicht, wenn sie mit Wundverschluss, Baum- oder Kerzenwachs (zum Beispiel von einem Teelicht) verschlossen wird. Das Abschneiden abgestorbener Blätter ist nicht notwendig, kann das Wachstum der Pflanze jedoch etwas beschleunigen.

Die abgeschnittenen Stammstücke eignen sich zur Vermehrung der Yucca-Palme. Die RHS empfiehlt 20 bis 25 cm lange Stammstücke, die in grober, sandiger Anzuchterde bei 18 °C Bodenwärme wurzeln. Die Vermehrung gelingt auch über Kindel, also junge Pflanzen am Stammfuß oder Wurzelstock. Die RHS rät, sie im März oder April abzutrennen und die Schnittstelle einige Tage antrocknen zu lassen. Beim Abtrennen der neuen Yucca ist darauf zu achten, dass ein möglichst großer Teil der Wurzel mitkommt. In der Anfangszeit sollte die frisch eingesetzte Pflanze ausreichend befeuchtet werden, ohne sie zu übergießen. Sonst können die Stecklinge faulen.

  • Gelegentliches Ausdünnen wirkt der Überwucherung entgegen.
  • Die Schnittstelle muss nicht verschlossen werden.
  • Vermehrung durch 20 bis 25 cm lange Stammstücke oder durch Kindel am Stamm oder Wurzelstock
  • Stecklinge kann man im Wasserglas bewurzeln lassen.
  • Das Pflanzsubstrat sollte nicht zu feucht sein, da Stecklinge sonst faulen können.

Wie überwintert man eine Yucca-Palme?

Die Zimmer-Yucca überwintert hell im Haus bei mindestens 10 °C; diese Untergrenze nennen die RHS und die NC State Extension. Die Yucca aloifolia verträgt im Kübel laut RHS 7 °C. Frost- und winterharte Gartenarten wie Yucca filamentosa und Yucca rostrata bleiben im Garten oder auf dem Balkon.

Die Zimmer-Yucca und andere empfindliche Arten verbringen die kalte Jahreszeit in einem geschlossenen Raum mit viel Licht. Folgendes ist zu beachten:

  • Regelmäßige Frischluftzufuhr ist zu gewährleisten.
  • Die Temperatur liegt für die Zimmer-Yucca nicht unter 10 °C, für die Yucca aloifolia nicht unter 7 °C.
  • Je kühler der Raum ist, desto seltener sollte gegossen werden; andernfalls können die Wurzeln faulen.

Braune Blätter, Fäulnis und Schädlinge an der Yucca-Palme

Gerade im Winter wird die Yucca-Palme von einigen Krankheiten bedroht. Das gilt vor allem dann, wenn sie an einem zu warmen Standort gehalten wird. Dann ist die Pflanze so geschwächt, dass sich Schädlinge leichter ansiedeln und vermehren können. Hierunter fallen etwa Schildläuse und Spinnmilben. Die NC State Extension nennt für die Zimmer-Yucca außerdem Wollläuse und Blattläuse. Um Krankheiten zu verhindern, helfen bei bestimmten Anzeichen gezielte Maßnahmen:

  • Trockene, braune untere Blätter zeigen nach der RHS Wassermangel an. Gießen Sie dann gründlicher.
  • Gelbe, schlaffe Blätter deuten auf zu viel Wasser und Wurzelfäule hin. Lassen Sie die Erde abtrocknen und prüfen Sie, ob Wasser im Übertopf steht.
  • Hängende Blätter entstehen laut RHS bei Lichtmangel oder falschem Gießen. In diesem Fall ist die Pflanze heller zu stellen.
  • Braune Flecken auf den Blättern verursacht häufig die Blattfleckenkrankheit, ein Pilz, den die RHS für Yuccas beschreibt. Befallene Blätter schneiden Sie ab.

Die Yucca-Palme ist botanisch keine Palme

Trotz ihres Namens ist die Yucca-Palme (Yucca elephantipes, heute Yucca gigantea) keine echte Palme, sondern gehört zur Familie der Asparagaceae (Spargelgewächse). Im Gegensatz zu echten Palmen besitzt sie sukkulente Blätter und einen verholzenden Stamm. Sie verträgt Trockenheit sehr gut. Zur selben Familie gehört der Elefantenfuß (Beaucarnea recurvata), der wie die Yucca oft unter den Zimmerpalmen geführt wird. Echte Palmen mit ihren Pflegeansprüchen stehen in der Liste Palmenarten von A-Z.

Yucca rostrata als winterharte Alternative für den Garten

Für den Garten ist Yucca rostrata eine besonders interessante Art. Die NC State Extension und die Missouri Botanical Garden stufen sie bis USDA-Zone 5 als winterhart ein, also bis rund -29 °C, sofern sie trocken steht. Mit ihren feinen, bläulichen Blättern sieht sie aus wie eine blaue Palme. Damit passt sie gut neben winterharte Freilandpalmen wie die Hanfpalme.

Für wen sich eine Yucca-Palme eignet

Die Yucca eignet sich wegen ihrer Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit gut für Einsteiger. Sie ist pflegeleicht, solange sie hell steht und nicht zu viel Wasser bekommt. Mit schattigen Plätzen kommt sie schlecht zurecht, dort hängen ihre Blätter. Die Pflanze bekommt oft mehrere Ableger und lässt sich über Stammstücke und Kindel leicht vermehren. Wer Katzen oder Hunde hat, stellt sie außer Reichweite, weil sie Saponine enthält. Für den Garten sind Yucca filamentosa und Yucca rostrata die frostharten Alternativen zur Zimmer-Yucca.

Videos zur Yucca-Palme

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Häufige Fragen zur Yucca-Palme

Was ist eine Aloe Yucca?

Aloe Yucca ist der englische Name der Yucca aloifolia, einer Palmlilie von den Küsten am Golf von Mexiko. Ihr Artname bedeutet laut Missouri Botanical Garden, dass die steifen, stachelspitzigen Blätter an eine Aloe erinnern. Die Yucca aloifolia wird 3 bis 6 Meter hoch und ist laut NC State Extension bis USDA-Zone 6 winterhart, also bis rund -23 °C.

Welche Yucca heißt auf Englisch Banana Yucca?

Banana Yucca ist der englische Name der Yucca baccata, der Blauen Palmlilie. Die Yucca baccata bildet nur einen kurzen oder gar keinen Stamm und trägt grünblaue Blätter von 30 bis 70 cm Länge mit behaarten Rändern. Sie braucht einen trockenen, sonnigen Standort.

Was ist eine Beaked Yucca?

Beaked Yucca ist der englische Name der Yucca rostrata, die auch Big Bend Yucca heißt. Der Artname rostrata bedeutet geschnäbelt und bezieht sich laut Missouri Botanical Garden vermutlich auf den Bau der Blüte. Die Yucca rostrata stammt aus dem Süden von Texas und dem Norden Mexikos und ist bis USDA-Zone 5 winterhart, also bis rund -29 °C.

Darf die Zimmer-Yucca im Sommer draußen stehen?

Ja, die Zimmer-Yucca (Yucca gigantea) darf laut RHS von Ende Mai bis August an einem geschützten Platz draußen stehen, solange der Topf bei Wind nicht umkippt. Vor dem ersten Frost im Herbst holen Sie die Zimmer-Yucca wieder ins Haus, wie die Missouri Botanical Garden rät, spätestens wenn die Temperatur unter 10 °C fällt.

Warum bekommt eine Yucca-Palme braune Blätter?

Trockene, braune untere Blätter zeigen an einer Yucca-Palme laut RHS meist Wassermangel an. Werden die Blätter der Yucca-Palme dagegen gelb und schlaff, ist die Erde zu nass und die Wurzeln faulen. Braune Flecken auf den Blättern verursacht häufig die Blattfleckenkrankheit, ein Pilz.

Blüht eine Yucca-Palme im Zimmer?

Eine Yucca-Palme blüht im Zimmer selten. Die Missouri Botanical Garden schreibt, dass Kübelpflanzen der Yucca gigantea oft gar keine Blüten bilden. Die RHS nennt Blütenstände nur an älteren Pflanzen, dann im Sommer und Herbst mit cremeweißen, hängenden Glocken.

Quellen

  1. Yucca Care and Growing Tips, Royal Horticultural Society, abgerufen am 13. September 2026
  2. Yucca gigantea, spineless yucca, Royal Horticultural Society, abgerufen am 13. September 2026
  3. Yucca gigantea, NC State Extension Gardener Plant Toolbox, abgerufen am 13. September 2026
  4. Yucca filamentosa, NC State Extension Gardener Plant Toolbox, abgerufen am 13. September 2026
  5. Yucca elephantipes, Missouri Botanical Garden Plant Finder, abgerufen am 13. September 2026
  6. Yucca, Toxic and Non-Toxic Plants, ASPCA Animal Poison Control, abgerufen am 13. September 2026
  7. Yucca L., World Flora Online Plant List, Stand Juni 2026, abgerufen am 13. September 2026
  8. How to Use the Maps, USDA Plant Hardiness Zone Map, abgerufen am 13. September 2026

Stand der Pflegeangaben: 13. September 2026. Frühere Fassungen nannten die Yucca-Palme unbedenklich für Haustiere; das ist korrigiert.

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