Zwergpalme (Chamaerops humilis)

Zusammenfassung
Die Zwergpalme (Chamaerops humilis) ist die einzige in Europa heimische Palme und wächst im westlichen Mittelmeerraum. Sie entwickelt mehrere Stämme mit fächerförmigen Blättern und bleibt relativ kompakt. Diese robuste Palme ist bedingt winterhart und verträgt Temperaturen bis etwa -10°C. Die Zwergpalme eignet sich hervorragend für mediterrane Gärten und Kübelhaltung.
Steckbrief
Die Zwergpalme (Chamaerops humilis) ist eine robuste Schirmpalme, die gerade mal eine Höhe von fünf Metern erreicht. Die Schirmpalme kommt vorwiegend im Mittelmeerraum vor und ist die einzige Palme, die in Europa beheimatet ist. Sie ist sehr beliebt, da sie winterhart ist und auch volle Sonne toleriert.
Zwergpalmen sehen buschartig aus und besitzen verholzte Stämme, die bis zu 1,4 m hoch werden. Auffällig sind die steifen fächerförmigen Wedel an den etwa 45 cm langen, dornenbesetzten Blattstielen. Mit einem Durchmesser von zirka 55 cm und den an der Spitze gespaltenen Segmente sind die dunkelgraugrün gefärbten Wedel der Zwergpalme recht auffällig. Junge Zwergpalmen sind mit feinen, grauen Haaren bedeckt, die nach dem Öffnen der Wedel abfallen. Werden Zwergpalmen in Wohnungen gehalten, bilden sie keine Früchte oder Blüten.
Zwergpalmen sollten im Sommer im Freien und im Winter im beheizten Zimmer oder Wintergarten positioniert werden. Dabei liebt sie warme Temperaturen, viel Licht und Sonne sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit. Im Winter muss die Chamaerops humilis aber an einen kühlen Standort ziehen, denn sie mag eine Wintertemperatur von 5-10 Grad Celsius.
Zwergpalme – Fakten
- Botanische Bezeichnung Phoenix roebelenii
- Synonyme Zwergpalme
- Wuchshöhe 1 bis 5m
- Stamm mehrstämmig, verholzt
- Blüten lange (bis 20cm) goldgelbe Blütenrispen, gut duftend (April bis Juni)
- Blätter immergrüne, tief geschlitzte Blattfächer, Form eines Halbkreises, buschig
- Früchte orange Steinfrüchte
- Boden durchlässig, Lehm, Sand, Kies, nährstoffreich, kalkliebend, humusreich
- Licht sonnig (geschützt)
- Winterhärte nicht winterhart
- Platzbedarf hoch
- Verwendung Wintergarten, Kübelpflanze, Einzelaufstellung
Die Zwergpalme ist pflegeleicht, winterhart und eignet sich gut für Anfänger, die noch keine Erfahrung mit Palmen besitzen. "
Redaktion Zimmerpalmen.net
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Jetzt ansehenHerkunft der Zwergpalme
Die Zwergpalme kommt im zentralen und westlichen Mittelmeerraum vor und reicht bis nach Libyen und Italien. Die ist die einzige Palme, die in Europa beheimatet ist. Die Chamaerops humilis wächst vorwiegend auf sandigen Böden und in Felsfluren. Sie wird zwar kultiviert, bringt aber – in der Wohnung gehalten – keine Blüten oder Früchte, wie in der freien Natur hervor.
- kommt im zentralen und westlichen Mittelmeerraum vor
- einzige Palme, die in Europa beheimatet ist
- wächst vorwiegend auf sandigen Böden und in Felsfluren
- keine Früchte und Blüten bei Wohnungshaltung
Standort der Zwergpalme
Am wohlsten fühlt sich die Zwergpalme mindestens drei bis vier Stunden direkte Sonneneinstrahlung am Tag. Sie wachsen zwar auch an hellen Standorten ohne direkte Sonneneinstrahlung. Dann ist das Wachstum gehemmt und die Abstände zwischen den Wedeln ist größer, als an einem Standort mit direkter Sonneneinstrahlung.
Die Zwergpalme kann im Freien, aber auch in der Wohnung gehalten werden. In der Wohnungshaltung bilden die Palmen keine Früchte und Blüten.
Nach der Winterpause darf die Zwergpalme nicht sofort in das pralle Sonnenlicht gestellt werden. Zur Gewöhnung der Wedel an die Sonne sollte die Zwergpalme nach der Winterpause mindestens 14 Tage an einem halbschattigen Standort stehen, um Verbrennungen der Wedel durch die Sonne zu vermeiden.
- direkte Sonneneinstrahlung im Freien oder in der Wohnung
- langsames Wachstum an einem Standort mit indirekter Sonneneinstrahlung
- nach der Winterpause langsame Gewöhnung an die Sonne an einen halbschattigen Standort
Pflege der Zwergpalme
Die Zwergpalme ist eine relativ pflegeleichte Palme, die eine 14-tägliche Düngung benötigt. Sie werden über ihre Triebe oder durch Samen vermehrt. Die Palmen gedeihen in Substraten auf Kompostbasis mit etwas Kies, scharfem Sand und Lavagranulat.
- alle 14 Tage die Palme düngen
- regelmäßiges Gießen in der Wachstumsphase
- Substrat auf Kompostbasis mit scharfem Sand, Kies und Lavagranulat
- Vermehrung über Triebe oder Samen
Substrat für die Zwergpalme
Die Zwergpalme wächst in einem Substrat auf Kompostbasis mit Zusätzen wie etwas Kies, Lavagranulat und etwas scharfem Sand sehr gut.
Auf Substrate auf Humus- oder Torf-Basis ohne Zusätze sollte verzichtet werden, da diese Substrate zusammensacken und so eine Wasserdurchlässigkeit und Belüftung der Pflanze nicht garantiert ist.
- Substrat auf Kompostbasis mit etwas Kies, scharfem Sand und Lavagranulat
- keine Substrate ohne Zusätze
Umpflanzen der Zwergpalme
Die Zwergpalme wird vorzugsweise im Frühjahr in größere Pflanzgefäße umgesetzt. Dabei kann die alte Erde entfernt und durch neue Erde ersetzt werden.
Am besten eignen sich hohe Pflanztöpfe, Pflanzkübel oder Pflanzgefäße, um den Pfahlwurzeln der Palme genügend Platz zu bieten. Bei zu kleinen Pflanzgefäßen drücken sich die Wurzeln aus dem Pflanzgefäß heraus. Die Palme kann eingehen.
- optimale Umpflanzzeit im Frühling
- Ersetzen alter Erde durch neue Erde
- große Pflanzgefäße verwenden
Gießen und Düngen
Der Wurzelballen der Zwergpalme muss vom Frühling bis zum Herbst vollständig feucht sein. In dieser Periode muss die Palme gleichmäßig gegossen werden. Zwischen den einzelnen Gießphasen sollte die obere Schicht der Erde etwas abgetrocknet sein.
Während der Ruhephase wird das Gießen den vorherrschenden Temperaturen angepasst. Steht die Palme relativ kühl – bei Temperaturen unter 5 °C – benötigt die Pflanze nur sehr wenig Wasser. An wärmeren Standorten muss nur so viel gegossen werden, dass die Erde nicht vollkommen ausgetrocknet ist.
- regelmäßiges Gießen in der Wachstumsphase (Frühling bis Herbst)
- leichtes Anfeuchten in den Wintermonaten
Kürzen und Vermehren
Die Zwergpalme wird durch ihre Bodentriebe vermehrt, die bereits eigene Wurzeln besitzen. Dieser Trieb wird vorsichtig von der Zwergpalme entfernt und in ein Pflanzgefäß eingebracht. Ideal ist ein leicht angefeuchtetes Substrat auf Kompostbasis. Bis zum ersten Austrieb wird die junge Zwergpalme an einen hellen, aber nicht sonnigen Standort gestellt, wo sie nur wenig gegossen wird, sodass die Erde leicht feucht ist. Die junge Palme wird wie eine erwachsene Zwergpalme weiter gezüchtet, sobald sich erste neue Wedel zeigen.
Auch die Vermehrung über Samen ist möglich. Die Aussaat erfolgt im zeitigen Frühling bei einer Temperatur von 18 °C.
Wie bei den meisten Palmen liegt der Vegetationspunkt der Zwergpalme an der Spitze und darf daher nicht beschnitten werden. Braune, trockene Blätter dürfen erst nach dem vollständigen Verwelken durch Schneiden des Blattstiels entfernt werden. Dabei muss ein Reststück von 3 cm zurückbleiben.
- Vermehrung durch Samen oder Triebe
- Zwergpalme wird nicht gekürzt
- trockene Blätter werden vorsichtig durch Schneiden entfernt
Überwintern der Zwergpalme
Die Zwergpalme hält Temperaturen bis zu – 10 °C problemlos stand. Bei niedrigeren Temperaturen muss die Palme in einem kühlen, aber nicht kalten Raum untergebracht werden. Ein warmer Standort sollte vermieden werden, da sonst die Zwergpalme während der Ruhephase zum Wachstum angeregt wird.
- frostbeständig bis zu -10 °C
- Winterruhe in einem Raum mit Temperaturen zwischen 10 °C und 15 °C
Krankheiten und Schädlinge
Auch die Zwergpalme neigt zu einem Befall mit Schildläusen, Spinnmilben oder Wollläusen. Vor allem, wenn das Substrat lange ausgetrocknet ist, kann es zu einem Befall mit den Schädlingen kommen. Vorbeugend kann die Zwergpalme regelmäßig abgeduscht oder besprüht werden.
- bei eingetrockneten Substrat möglicher Befall mit Spinnmilben, Schildläusen oder Wollläusen
- vorbeugendes regelmäßiges Abduschen der Zwergpalme
Botanische Besonderheit: Europas einzige heimische Palme
Die Zwergpalme (Chamaerops humilis) ist die einzige in Kontinentaleuropa heimische Palme. Sie gehört zur Unterfamilie Coryphoideae, Tribus Trachycarpeae – derselben Gruppe wie die Hanfpalme und die Nadelpalme, die generell die meisten frosttoleranten Arten enthält.
Morphologisch wächst die Zwergpalme meist buschig-mehrstämmig (polycorm), kann aber auch gezielt einstämmig erzogen werden. Die Blattstiele sind stark bedornt – bei der Platzierung an Wegen ist daher Vorsicht geboten.
Regenerationsfähigkeit und Winterhärte im Detail
Die Frosttoleranz der Zwergpalme liegt bei ca. -10 °C bis -12 °C. Blattschäden treten früher auf als bei der Hanfpalme. Allerdings besitzt die Zwergpalme ein enormes Regenerationsvermögen Selbst nach völligem Blattverlust treibt sie oft im Frühjahr wieder kräftig aus – ein Effekt, der von Experten gelegentlich als „Phönix aus der Asche" beschrieben wird.
Wichtig für die Unterscheidung: „Frosthart" bedeutet, dass die Palme kurzzeitig Minusgrade toleriert. „Winterhart" bedeutet, dass sie den gesamten Winter mit geeigneten Schutzmaßnahmen überlebt.
Besondere Sorten
Sorte 'Vulcano'
Eine kompakte Mutation von der Insel Vulcano (Sizilien). Charakteristisch sind der dichtere Wuchs und das Fehlen von Dornen an den Blattspreiten. Ähnlich frosthart wie die Normalform und besonders dekorativ für kleinere Gärten und Terrassen.
Fazit zur Zwergpalme
Die Zwergpalme ist eine pflegeleichte Pflanze, die empfindlich gegenüber einem Befall mit Schildläusen, Wollläusen und Spinnmilben ist.
Aufgrund der Frostempfindlichkeit bei Temperaturen unter – 10 °C muss die Palme während der Wintermonate in einem kühlen Raum gebracht werden. Die Palme eignet sich gut für Anfänger, die noch keine Erfahrung mit Palmen besitzen.
Videos zu Zwergpalme
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