Goldfruchtpalme (Dypsis lutescens)

Areca
18 Min. Lesezeit
Zuletzt inhaltlich überarbeitet am 13. September 2026
Goldfruchtpalme - Pflege, Standort und Eigenschaften
Goldfruchtpalme (Chrysalidocarpus lutescens) im Topf. Quelle: KI generiert

Zusammenfassung

Die Goldfruchtpalme (Chrysalidocarpus lutescens, bis 2022 Dypsis lutescens) ist eine der beliebtesten Zimmerpalmen weltweit und stammt aus Madagaskar. Sie bildet mehrere schlanke, bambusähnliche Stämme mit goldgelben Blattstielen, die ein normales Merkmal der Art sind. Die pflegeleichte Palme braucht einen hellen Platz ohne direkte Sonne, ganzjährig mehr als 15 °C, gleichmäßig feuchte, aber nie nasse Erde und hohe Luftfeuchtigkeit. Für Hunde und Katzen ist die Goldfruchtpalme laut ASPCA nicht giftig.

Steckbrief

Sonnenbedarf
3 von 5
Pflegebedarf
1 von 5
Winterhärte
0 von 5

Eine der beliebtesten Zimmerpalmen ist die Goldfruchtpalme (Chrysalidocarpus lutescens, von 1995 bis 2022 Dypsis lutescens). Man zählte sie früher zur Gattung der Betelpalmen (Areca), und unter dieser Bezeichnung wird die Goldfruchtpalme auch heute noch vielfach verkauft. Die Missouri Botanical Garden nennt sie die meistverkaufte Palme für die Wohnung.

Die Goldfruchtpalme stammt aus Madagaskar. Dort wächst sie in feuchten Wäldern, auf Sanddünen und an Bachufern und trägt gelbe Blüten und kleine Früchte, die erst gelb bis orange und später fast schwarz sind. Sie wächst oft in Gruppen, da aus einem Wurzelstock mehrere Stämme entspringen.

Trotz ihres langsamen Wachstums kann sie mit der Zeit einige Meter hoch werden: Die Royal Horticultural Society (RHS), die britische Gartenbaugesellschaft, gibt 4 bis 8 Meter als Endhöhe an, die Missouri Botanical Garden für Pflanzen im Freien 3,7 bis 9 Meter. Sie verfügt über viele rohrähnliche, gelbliche Stämme und gefiederte Wedel, die laut Missouri Botanical Garden 0,9 bis 1,8 Meter und laut RHS bis 2 Meter lang werden.

Wegen ihrer Größe ist sie am besten in einem geräumigen Wintergarten aufgehoben, denn sie bildet ausladende und überhängende Wedel. Im Sommer können ältere Pflanzen im Kübel auch auf Balkon oder Terrasse stehen. Die RHS führt die Goldfruchtpalme allerdings als Pflanze, die ganzjährig über 15 °C bleibt; ins Freie darf sie deshalb nur, solange auch die Nächte wärmer als 15 °C sind. Die Goldfruchtpalme braucht einen hellen, warmen Platz ohne direkte Sonne und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Den Ballen hält man im Sommer gleichmäßig feucht, aber die Palme steht nie im Wasser. Mehr Luftfeuchte bringt ein Untersetzer mit Kies oder Blähton, den man feucht hält und auf den der Topf gestellt wird, wie es die RHS für Zimmerpalmen empfiehlt.

Die Früchte der Goldfruchtpalme sind, wie der Name sagt, zunächst gelb. Bei Zimmerpflanzen bilden sie sich in der Regel nicht. Der Stamm, der durch das Abwelken der unteren Wedel entsteht, bleibt bei Zimmerpflanzen deutlich niedriger als in freier Natur.

Die Goldfruchtpalme steht hell ohne direkte Sonne, ganzjährig über 15 °C und in feuchter, aber nie nasser Erde. Im Sommer darf die Erde nicht austrocknen, im Winter trocknet die Oberfläche zwischen zwei Wassergaben leicht an. Für Hunde und Katzen ist die Palme laut ASPCA nicht giftig.

Steckbrief der Goldfruchtpalme mit 13 Merkmalen

  • Botanische Bezeichnung Chrysalidocarpus lutescens (von 1995 bis 2022 Dypsis lutescens)
  • Weitere Namen Areca-Palme, Golden Cane Palm, Butterfly Palm
  • Wuchshöhe in freier Natur 3,7 bis 9 m, im Kübel deutlich niedriger
  • Blüten gelbe Rispen bis 60 cm Länge im Sommer
  • Blätter immergrüne, gefiederte, überhängende Wedel mit gelber Mittelrippe
  • Frucht ovale Früchte bis 1,3 cm, erst gelb bis orange, reif fast schwarz
  • Stamm schlank, rohrähnlich, gelblich, mit ringförmigen Blattnarben
  • Boden gut durchlässig, lehmhaltig, sauer bis neutral
  • Licht hell, ohne direkte Sonne hinter Glas
  • Winterhärte nicht winterhart, ganzjährig über 15 °C
  • Giftigkeit laut ASPCA nicht giftig für Hunde, Katzen und Pferde
  • Platzbedarf hoch
  • Verwendung Wintergarten, Kübelpflanze

Eine der dankbarsten und schönsten Palmen für feuchtwarme Räume und Wintergärten."

Redaktion Zimmerpalmen.net

Die Goldfruchtpalme heißt seit 2022 wieder Chrysalidocarpus lutescens

Der gültige botanische Name der Goldfruchtpalme ist Chrysalidocarpus lutescens. Hermann Wendland beschrieb sie 1878 unter diesem Namen, 1995 wurde sie in die Gattung Dypsis gestellt, und eine 2022 in der Fachzeitschrift Taxon veröffentlichte Studie zur Verwandtschaft der madagassischen Palmen hat die Gattung Chrysalidocarpus wiederhergestellt. Die World Flora Online, das weltweite Pflanzenverzeichnis botanischer Gärten, führt Dypsis lutescens seitdem als Synonym.

Im Handel stehen alle drei Namen nebeneinander. Pflegeanleitungen wie die der RHS und der Missouri Botanical Garden nennen die Palme noch Dypsis lutescens. Wer nach Chrysalidocarpus lutescens sucht, meint dieselbe Pflanze. Mit ihr in die Gattung Chrysalidocarpus zurückgekehrt ist die eng verwandte Zuckerrohrpalme (Dypsis baronii), die in der World Flora Online heute Chrysalidocarpus baronii heißt.

  • Chrysalidocarpus lutescens H.Wendl., beschrieben 1878, gültiger Name
  • Dypsis lutescens (H.Wendl.) Beentje & J.Dransf., 1995, heute Synonym
  • Areca-Palme, ein Handelsname, den die RHS als irreführend bezeichnet

Warum hat die Goldfruchtpalme gelbe Stiele?

Gelbe Stiele sind bei der Goldfruchtpalme ein Artmerkmal und kein Schaden. Der Artname lutescens bedeutet laut Missouri Botanical Garden gelb werdend und bezieht sich auf die gelben Blüten, Stämme und Blattmittelrippen. Der englische Name Golden Cane Palm meint ebenfalls die gelben Stämme.

Anders sieht es aus, wenn sich die Blätter selbst gelb färben. Einzelne untere Wedel werden nach Angaben der RHS mit dem Alter gelb und sterben ab, das ist normal. Werden viele Blätter gelb, bekommt die Palme laut RHS meist zu wenig Wasser. Braune, verbrannte Stellen entstehen, wenn die Goldfruchtpalme im Zimmer in praller Sonne steht, wie die Missouri Botanical Garden beschreibt.

  • Gelbe Stämme, Blattstiele und Mittelrippen: normales Merkmal der Art
  • Einzelne gelbe untere Wedel: natürliche Alterung, abschneiden genügt
  • Viele gelbe Blätter: Wassergaben prüfen
  • Braune Flecken nach Sonnentagen: Palme aus der direkten Sonne rücken

Ist die Goldfruchtpalme giftig für Katzen und Hunde?

Nein, die Goldfruchtpalme ist laut der Giftnotrufzentrale der amerikanischen Tierschutzorganisation ASPCA nicht giftig für Hunde, Katzen und Pferde. Die ASPCA führt sie unter dem Namen Areca Palm (Dypsis lutescens) in ihrer Liste ungiftiger Pflanzen. Damit eignet sich die Goldfruchtpalme für Wohnungen mit Haustieren.

Die Goldfruchtpalme braucht helles Licht ohne Direktsonne und ganzjährig über 15 °C

Die Goldfruchtpalme gedeiht im Zimmer an einem hellen Platz ohne direkte Sonne, bei gleichmäßiger Wärme über 15 °C und hoher Luftfeuchte. Die RHS ordnet sie in ihre Härtestufe H1A ein, also Pflanzen, die das ganze Jahr unter Glas über 15 °C stehen. Die Missouri Botanical Garden schreibt, dass Zimmerpflanzen unter 60 °F, rund 15,5 °C, leiden.

ZeitraumStandortGießenDüngenTemperatur
April bis Mitte Septemberhell, hinter Glas ohne direkte Sonneso, dass die Erde nie austrocknet, kein Wasser im UntersetzerRHS-Profil: 2 bis 3 Gaben je Saison; RHS-Palmenratgeber: alle 2 Wochenüber 15 °C, bei Hitze lüften
Mitte September bis Märzhellster Platz, nahe einem Süd- oder Westfensterdeutlich weniger, Oberfläche leicht antrocknen lassenkein Düngerüber 15 °C, keine kalte Zugluft

Die Tabelle fasst das Pflanzenprofil der RHS zur Dypsis lutescens und den RHS-Ratgeber für Zimmerpalmen zusammen. Die Luftfeuchte erhöht laut RHS regelmäßiges Besprühen in geheizten Räumen und ein Untersetzer mit feuchtem Kies oder Blähton.

Eine gesunde Goldfruchtpalme beim Kauf erkennen

Beim Kauf zeigen die Wedel, wie gut die Goldfruchtpalme bisher versorgt wurde. Sie sind hellgrün und ohne braune Spitzen, die laut RHS von trockener Luft oder Wassermangel kommen. Unter den Fiedern und an den Stämmen sitzen keine Schädlinge; die RHS nennt für die Goldfruchtpalme Spinnmilben, Wollläuse, Thripse und Schildläuse.

  • Wedel hellgrün und ohne braune Spitzen
  • Keine feinen Gespinste zwischen den Fiedern, ein Zeichen für Spinnmilben
  • Keine weißen Wollbüschel und keine braunen Schilde an Stämmen und Blattstielen
  • Mehrere kräftige Stämme im Topf, denn die Palme wächst in Horsten

Herkunft der Goldfruchtpalme aus Madagaskar

Die Goldfruchtpalme ist eine tropische Pflanzenart, die für ihre gefiederten Wedel und gelben Stämme bekannt ist. Ursprünglich ist sie in Madagaskar beheimatet, einer Insel im Indischen Ozean vor der Küste Ostafrikas. Dort wächst sie laut RHS in dichten Beständen in Wäldern, auf Sanddünen und an Bachläufen. Hermann Wendland hat die Palme 1878 beschrieben, wie die World Flora Online festhält.

In der Natur wächst die Goldfruchtpalme als mehrstämmiger Horst, der laut Missouri Botanical Garden 3,7 bis 9 Meter hoch wird. Die Palme hat schmale, gefiederte Blätter und trägt nach der Blüte im Sommer kleine gelbe Früchte, die zu fast schwarzen Früchten reifen.

Die Goldfruchtpalme ist wegen ihrer attraktiven Blätter und ihres einfachen Pflegebedarfs eine beliebte Pflanze in Gärten und Häusern auf der ganzen Welt. Sie bevorzugt einen warmen Standort mit viel Licht und ausreichender Bewässerung. Die Pflanze kann in Töpfen oder Kübeln gehalten werden und eignet sich gut als Zimmerpflanze.

In Madagaskar selbst ist die Goldfruchtpalme selten geworden. Die Rote Liste der Weltnaturschutzunion IUCN führt sie seit einer Bewertung von M. Rakotoarinivo und J. Dransfield aus dem Jahr 2012 als potenziell gefährdet (Near Threatened). Als Gründe nennt die Bewertung, dass Wälder für Ackerland gerodet und Pflanzen für den örtlichen Pflanzenhandel ausgegraben werden.

  • Ursprungsland ist Madagaskar.
  • Die Goldfruchtpalme wird in freier Natur 3,7 bis 9 Meter hoch, als Zimmerpflanze bleibt sie deutlich niedriger.
  • In der Roten Liste der IUCN steht sie seit 2012 als potenziell gefährdet.

Die Goldfruchtpalme braucht einen hellen, warmen Standort

Goldfruchtpalmen haben an ihren Standort nur wenige Ansprüche: Sie vertragen Sonne und auch Halbschatten. Steht die Palme im Zimmer hinter Glas, muss sie vor greller Sommersonne geschützt werden, weil direkte Sonne die Wedel laut Missouri Botanical Garden verbrennt. Im Winter rückt sie nach dem Rat der RHS näher an ein Süd- oder Westfenster, weil die Goldfruchtpalme mehr Licht braucht als viele andere Zimmerpalmen. Die Raumtemperatur sollte nie unter 15 Grad sinken. Die Goldfruchtpalme mag außerdem keine trockene Luft, weshalb es gerade bei trockener Heizungsluft im Winter sinnvoll ist, die Blattwedel oft mit Wasser zu besprühen.

Wer nur einen dunkleren Platz hat, greift besser zu einer Palme, die Schatten verträgt, etwa zur Kentia Palme (Howea). Echte Palmen mit ihren Ansprüchen an Licht und Wärme stehen in der Liste Palmenarten von A-Z.

  • Die Goldfruchtpalme verträgt Sonne und Halbschatten, sollte hinter Glas jedoch nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden.
  • Die Temperatur liegt ganzjährig über 15 Grad.
  • Bei trockener Raumluft die Wedel regelmäßig mit Wasser einsprühen.
  • Im Winter steht die Palme am hellsten Fenster.

Welche Erde eignet sich für die Goldfruchtpalme?

Die Goldfruchtpalme wächst am besten in torffreier, lehmhaltiger Kübelerde, die gut durchlässig und leicht sauer bis neutral ist. Die RHS empfiehlt für Zimmerpalmen John Innes Nr. 2, eine lehmhaltige Kübelerde, oder eine torffreie Universalerde.

Gut geeignet ist auch ein Erdgemisch auf Basis von Kompost. Die Goldfruchtpalme stellt keine besonderen Bedingungen an ihr Substrat, möglich ist auch eine Hydrokultur. Die Erde muss Wasser gut halten und überschüssiges Wasser abführen, denn die Palme mag gleichmäßige Feuchte, verträgt aber keine Staunässe. Das Substrat sollte generell durchlässig und leicht sauer sein.

  • Torffreie, lehmhaltige Kübelerde oder Erdgemisch auf Kompostbasis
  • Hydrokultur möglich
  • Durchlässiges und leicht saures bis neutrales Substrat

Pflege der Goldfruchtpalme

Die Goldfruchtpalme ist eine attraktive Pflanzenart, die wegen ihrer einfachen Pflege und ihres schönen Aussehens sehr beliebt ist. Damit sie gesund und attraktiv bleibt, braucht sie regelmäßig Wasser, Dünger in der Wachstumszeit und einen hellen Platz.

  • Bewässerung Die Goldfruchtpalme benötigt regelmäßige Wassergaben, aber der Boden darf nicht nass sein. Im Sommer halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, im Winter lassen Sie die Oberfläche vor dem Gießen leicht antrocknen. Vermeiden Sie es, die Pflanze im Winter zu übergießen, da sie in dieser Jahreszeit weniger Wasser benötigt.
  • Düngung Die Goldfruchtpalme bekommt in der Wachstumszeit Flüssigdünger. Die RHS nennt im Pflanzenprofil zwei bis drei Gaben je Saison, im Ratgeber für Zimmerpalmen eine Gabe alle zwei Wochen von April bis Mitte September. Verwenden Sie am besten einen Dünger für Palmen oder Grünpflanzen und folgen Sie den Anweisungen auf der Verpackung.
  • Standort Die Goldfruchtpalme bevorzugt einen warmen, hellen Standort, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung. Achten Sie darauf, die Pflanze vor kalter Zugluft und Temperaturschwankungen zu schützen.
  • Umtopfen Die Goldfruchtpalme sollte alle paar Jahre umgetopft werden, damit die Wurzeln genügend Platz haben. Verwenden Sie einen Topf mit Abzugsloch und füllen Sie ihn mit lehmhaltiger Kübelerde oder einer Mischung aus Blumenerde und Sand oder Kies.
  • Schädlingsbekämpfung Die Goldfruchtpalme kann von Spinnmilben, Wollläusen, Thripsen, Schildläusen und Weißen Fliegen befallen werden. Duschen Sie befallene Pflanzen zuerst lauwarm ab und greifen Sie erst bei starkem Befall zu einem Pflanzenschutzmittel.
  • Reinigung Stauben Sie die Blätter der Goldfruchtpalme regelmäßig ab, damit sie genügend Licht erhalten und gesund bleiben.

Die Pflege der Goldfruchtpalme ist einfach, wenn drei Dinge stimmen: ein heller Platz ohne direkte Sonne, Wärme über 15 °C und feuchte, aber nie nasse Erde. Werden die Spitzen braun, fehlt meist Luftfeuchte oder Wasser.

So lässt sich die Goldfruchtpalme umtopfen

Wenn die Goldfruchtpalme gut wächst, kommt sie alle 2 bis 3 Jahre in ein größeres Gefäß. Die RHS rät für Zimmerpalmen, alle zwei Jahre im Frühjahr umzutopfen, bis der Topf 20 bis 30 cm Durchmesser erreicht; danach wird jedes Jahr nur die oberste Erdschicht erneuert. Dabei ist darauf zu achten, dass die Erde rund um die Wurzeln gut angedrückt wird. Wichtig ist auch, dass die Wurzeln der Palme nicht beschädigt werden. Junge Pflanzen werden am besten im Frühjahr umgetopft, bei älteren Pflanzen achtet man darauf, ob die Wurzeln den Topf bereits vollständig ausfüllen.

  • Junge Pflanzen im Frühjahr umtopfen, laut RHS alle zwei Jahre
  • Ältere Pflanzen umtopfen, wenn die Wurzeln den Topf ausfüllen (etwa alle 2 bis 3 Jahre)
  • Ab 20 bis 30 cm Topfdurchmesser jährlich nur die oberste Erdschicht erneuern
  • Wurzeln dürfen nicht beschädigt werden.

Die Goldfruchtpalme im Sommer gleichmäßig feucht halten

Goldfruchtpalmen werden im Sommer reichlich gegossen. Die RHS rät für Zimmerpalmen, die Erde im Sommer nie austrocknen zu lassen, die Pflanze aber auch nicht im Wasser stehen zu lassen; überschüssiges Wasser im Untersetzer gießen Sie deshalb ab. Staunässe verträgt die Goldfruchtpalme nicht. Im Winter braucht sie deutlich weniger Wasser, und die Oberfläche der Erde darf zwischen zwei Wassergaben leicht antrocknen.

Damit die Goldfruchtpalme gut gedeihen kann, ist in der Wachstumszeit eine Düngung mit einem normalen Flüssigdünger oder einem speziellen Palmendünger sinnvoll. Der RHS-Ratgeber für Zimmerpalmen nennt eine Gabe alle zwei Wochen von April bis Mitte September und rät, nach dem Umtopfen sechs bis acht Wochen mit dem Dünger zu warten.

  • Im Sommer reichlich gießen, die Erde nie austrocknen lassen
  • Kein Wasser im Untersetzer stehen lassen, Staunässe vermeiden
  • Im Winter weniger gießen, die Oberfläche leicht antrocknen lassen
  • Düngung mit normalem Flüssigdünger oder Palmendünger, nach dem Umtopfen sechs bis acht Wochen Pause

Kürzen und Vermehren der Goldfruchtpalme

Da die Goldfruchtpalme sehr langsam wächst, muss sie eher selten gekürzt werden. Wer die Palme niedrig halten möchte, kann die Blattwedel dicht am Stamm abschneiden. Auch welke Blattwedel sollten auf diese Weise entfernt werden.

Die Vermehrung der Goldfruchtpalme kann durch Samen oder durch Ableger erfolgen.

Wird eine Goldfruchtpalme aus Samen gezogen, brauchen diese laut RHS mindestens 25 °C, um zu keimen. Samen keimen auch im Zimmer, allerdings dauert es dann einige Jahre, bis eine schöne Palme herangewachsen ist. Die Keimzeit beträgt in der Regel etwa 30 bis 40 Tage.

Die deutlich einfachere Variante der Vermehrung sind die Ableger. Diese sollten, ebenfalls im Frühjahr, von der Mutterpflanze abgetrennt werden. Sinnvoll ist ein Bodentrieb von etwa 30 cm, der schon über eigene Wurzeln verfügt. Die Bodentriebe sollten dann einzeln in kleine Töpfe mit einem Gemisch aus einem Teil Sand und zwei Teilen Komposterde gepflanzt werden. Anschließend wird ein Plastikbeutel mit einigen kleinen Löchern, die der Belüftung dienen, darübergestülpt. Die Töpfe stehen dann etwa 4 bis 6 Wochen an einem warmen, hellen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung. Sind die höchstens 6 Wochen vorüber, wird der Plastikbeutel entfernt und die Palmen werden gleichmäßig gegossen. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass die oberste Bodenschicht zwischen den einzelnen Wassergaben etwas abgetrocknet ist.

Sind an dem Austrieb neue Wedel zu sehen, hat die Goldfruchtpalme meist auch kräftigere Wurzeln ausgebildet und kann wie ein ausgewachsenes Exemplar behandelt werden. In den ersten vier Monaten sollte jedoch auf das Düngen verzichtet werden.

  • Langsames Wachstum, deshalb ist Kürzen nur selten notwendig
  • Vermehrung durch Samen: Keimung laut RHS ab 25 °C, Keimzeit etwa 30 bis 40 Tage, langwieriges Wachstum
  • Vermehrung durch Ableger deutlich schneller und einfacher (etwa 4 bis 6 Wochen)

Beim Überwintern der Goldfruchtpalme zu beachten

In den Monaten Dezember bis Februar hat die Goldfruchtpalme ihre Ruhezeit. In dieser Zeit sollte die Pflanze weniger gegossen werden, Dünger ist gar nicht erforderlich. Die Temperaturen sollten zwischen 15 und 20 Grad liegen und nie unter 15 Grad fallen, denn die RHS stuft die Goldfruchtpalme als Pflanze ein, die das ganze Jahr über 15 °C braucht. Die Goldfruchtpalme wird also stets drinnen überwintert, am besten am hellsten Fenster der Wohnung.

Krankheiten und Schädlinge der Goldfruchtpalme

Ist die Goldfruchtpalme sehr großen Temperaturschwankungen oder zu trockener Luft ausgesetzt, können sich in den Palmwedeln recht schnell Schädlinge einnisten. Zu den bekanntesten Schädlingen, von denen eine Goldfruchtpalme befallen wird, gehören Woll- und Schmierläuse, Spinnmilben, Schildläuse und Weiße Fliegen; die RHS nennt außerdem Thripse. Schädlingsbekämpfungsmittel sollten eher vorsichtig eingesetzt werden, da die Palmwedel empfindlich reagieren. Es tut der Pflanze eher gut, wenn sie mit lauwarmem Wasser von oben bis unten gründlich abgeduscht wird. Bei Pflanzen an einem wenig geeigneten Standort kann es sinnvoll sein, vorbeugend Pflanzenschutzstäbchen zu verwenden. Das erste Anzeichen für eine zu geringe Luftfeuchte oder zu wenig Wasser sind nach Angaben der RHS braune Blattspitzen. Diese können vorsichtig abgeschnitten werden, hierbei gilt jedoch, nicht bis in das gesunde Gewebe hinein zu schneiden.

  • Bei großen Temperaturschwankungen und niedriger Luftfeuchtigkeit droht schneller Schädlingsbefall durch Woll- und Schmierläuse, Spinnmilben, Schildläuse, Thripse und Weiße Fliegen.
  • Möglichst keine Schädlingsbekämpfungsmittel anwenden, Pflanze besser lauwarm abduschen
  • Als vorbeugende Maßnahme an einem wenig geeigneten Standort Pflanzenschutzstäbchen verwenden
  • Braune Blattspitzen vorsichtig abschneiden, gesundes Gewebe nicht verletzen

Botanische Einordnung der Goldfruchtpalme und die Verwechslung mit der Areca-Palme

Die Goldfruchtpalme wird im Handel oft als Areca-Palme bezeichnet, ein Name, den die RHS irreführend nennt. Ihr gültiger wissenschaftlicher Name ist Chrysalidocarpus lutescens (Synonym: Dypsis lutescens). Sie stammt aus Madagaskar und gehört zur Unterfamilie Arecoideae. Die echten Areca-Palmen sind eine andere Gattung, zu der die Betelpalmen gehören.

Der Artname lutescens bedeutet gelb werdend und bezieht sich auf die gelben Blüten, Stämme und Blattmittelrippen der Pflanze. Sie wächst buschig in dichten Horsten, ein Merkmal, das sie von der meist einstämmig wachsenden Kentia-Palme unterscheidet.

Reinigt die Goldfruchtpalme die Raumluft?

Die Goldfruchtpalme gilt als luftreinigend und soll Schadstoffe wie Xylol und Toluol aus der Raumluft filtern. Messbar wirkt das in einer Wohnung kaum. Bryan Cummings und Michael Waring von der Drexel University haben 2019 zwölf Studien aus 30 Jahren ausgewertet: Um so viel Schadstoffe zu entfernen wie der normale Luftaustausch eines Gebäudes, bräuchte es nach ihrer Rechnung 100 bis 1.000 Pflanzen je Quadratmeter Bodenfläche. Die Studie erschien im Journal of Exposure Science and Environmental Epidemiology.

Die Palme selbst braucht viel Licht (keine pralle Mittagssonne) und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Bei trockener Heizungsluft ist sie besonders anfällig für Spinnmilbenbefall. Regelmäßiges Besprühen der Blätter oder der Einsatz von Raubmilben (Phytoseiulus persimilis) können vorbeugend wirken.

Unser Fazit zur Goldfruchtpalme

Steht die Goldfruchtpalme an einem für sie passenden Standort, ist sie recht pflegeleicht. Dieser Standort ist hell, aber ohne direkte Sonne, und das ganze Jahr über 15 °C warm. Empfindlich reagiert sie auf starke Temperaturschwankungen, niedrige Luftfeuchtigkeit und Zugluft. Wer der Goldfruchtpalme keinen guten Standort bieten kann, sollte zumindest vorbeugend zu einem Pflanzenschutzpräparat greifen. Weil sie für Hunde und Katzen nicht giftig ist und sonst wenig verlangt, ist sie sehr beliebt und eignet sich auch als Anfängerpflanze.

Videos zu Goldfruchtpalmen

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Häufige Fragen zur Goldfruchtpalme

Wie heißt die Goldfruchtpalme botanisch richtig?

Die Goldfruchtpalme heißt botanisch richtig Chrysalidocarpus lutescens. Hermann Wendland hat sie 1878 so beschrieben; von 1995 bis 2022 stand sie als Dypsis lutescens in einer anderen Gattung. Die World Flora Online führt Dypsis lutescens heute als Synonym, viele Etiketten nennen aber noch diesen Namen.

Ist die Goldfruchtpalme dieselbe Pflanze wie die Areca-Palme?

Die Goldfruchtpalme wird im Handel oft als Areca-Palme verkauft, gehört aber nicht zur Gattung Areca. Die RHS nennt diesen Handelsnamen irreführend. Zur Gattung Areca zählt zum Beispiel die Betelpalme (Areca catechu).

Verträgt die Goldfruchtpalme einen dunklen Standort?

Nein, die Goldfruchtpalme braucht viel Licht. Die RHS zählt Chrysalidocarpus zu den Zimmerpalmen, die mehr Licht brauchen als andere, und empfiehlt im Winter einen Platz nahe einem Süd- oder Westfenster. Direkte Sonne hinter Glas verbrennt die Wedel allerdings, schreibt die Missouri Botanical Garden.

Warum bekommt die Goldfruchtpalme braune Spitzen?

Braune Spitzen bekommt die Goldfruchtpalme laut RHS meist durch trockene Luft oder zu wenig Wasser. In geheizten Räumen helfen regelmäßiges Besprühen und ein Untersetzer mit feuchtem Kies oder Blähton, auf dem der Topf steht, ohne im Wasser zu stehen.

Wie warm muss die Goldfruchtpalme im Winter stehen?

Die Goldfruchtpalme braucht auch im Winter mehr als 15 °C. Die RHS stuft sie in die Härtestufe H1A ein, also Pflanzen, die das ganze Jahr unter Glas über 15 °C stehen; die Missouri Botanical Garden nennt 60 °F, rund 15,5 °C, als Untergrenze für Zimmerpflanzen.

Reinigt eine Goldfruchtpalme die Luft in der Wohnung spürbar?

Eine Goldfruchtpalme reinigt die Luft in einer Wohnung nicht spürbar. Eine Auswertung von zwölf Studien durch die Drexel University aus dem Jahr 2019 kam zu dem Ergebnis, dass 100 bis 1.000 Topfpflanzen je Quadratmeter nötig wären, um den Effekt des normalen Luftaustauschs zu erreichen.

Quellen

  1. 1200 Garten- und Zimmerpflanzen, Haberer, Ulmer Verlag, S. 534
  2. Palmen, Manfred Manke, Verlag für die Frau, S. 61
  3. Palmen für Zimmer- und Wintergarten, Dieter Kämpfer, Ulmer Verlag, S. 81
  4. Dypsis lutescens, bamboo palm, Royal Horticultural Society, abgerufen am 13. September 2026
  5. Palms: indoors, Royal Horticultural Society, abgerufen am 13. September 2026
  6. Dypsis lutescens, Missouri Botanical Garden Plant Finder, abgerufen am 13. September 2026
  7. Chrysalidocarpus lutescens H.Wendl., World Flora Online Plant List, Stand Juni 2026, abgerufen am 13. September 2026
  8. Areca Palm, Toxic and Non-Toxic Plants, ASPCA Animal Poison Control, abgerufen am 13. September 2026

Stand der Pflegeangaben: 13. September 2026. Frühere Fassungen empfahlen einen schattigen Platz und einen mit Wasser gefüllten Untersetzer; beides ist korrigiert.

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