Die Kokospalme (Cocos nucifera)

Die Kokospalme (Cocos nucifera) blickt auf lange Tradition zurück. Seit ganzen 3000 Jahren baut man die “Cocos nucifera” in verschiedenen Formen an. Fast 10 Prozent des Pflanzenölbedarfs werden aus den tropischen Palmen gewonnen. Kein Wunder, denn die unverzweigte und immergrüne Pflanze trägt das ganze Jahr über Früchte. Rund 40 Kokosnüsse trägt eine einzige der 20 und 25 Metern hohen Palmen pro Jahr. Holz, Palmwein, Palmhonig und Palmessig sind nur drei der etlichen Produkte, die aus der Pflanze gewonnen werden. Bei einem so nützlichen Baum möchte man nur allzu gerne zugreifen und die Pflanze im eigenen Garten oder sogar in den persönlichen vier Wänden großziehen.

  • werden seit rund 3000 Jahren abgebaut
  • erreichen eine Höhe von bis zu 30 Metern
  • sind unverzweigte, immergrüne Pflanzen
  • werden als Nutzpflanzen zur Produktion von Holz, Essig und Öl verwendet

Kokospalme – unsere Empfehlung

Da die Kokospalme in deutschen Gefilden nicht gedeihen kann aufgrund zu geringer Luftfeuchtigkeit, sind die Kokospalmen auch kaum im Verkauf. Einzig Kokospalmen-Samen ist verfügbar.

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Die Kokospalme – Fakten

Lichtbedarf
Winterfestigkeit
Pflegebedarf

Fazit: widerstandsfähige beliebte Palme mit recht hohem Lichtbedarf

Herkunft der Kokospalme

Leider ist das nicht ganz einfach, Kokospalmen in Europa zu ziehen. Die Pflanzen kommen vorwiegend auf dem Küstenboden der feuchtwarmen Tropen vor. Das Klima in europäischen Breitengraden ist für sie nicht ohne Weiteres zu überstehen, denn sie mögen es sonnig, feucht, warm und lehmig. Während die Pflanzen in Sri Lanka, Südamerika und Afrika auf Farmen weitestgehend problemlos zu Nutzpflanzen kultiviert werden, benötigt man in Europa schon einen dunkelgrünen Daumen, um die tropische Palme zu einem langfristigen Zimmergenossen zu machen.

Blühen wird die Pflanze bei optimaler Pflege nach rund sieben Jahren. Früchte trägt sie hierzulande in der Regel aber nicht – dazu weichen ihre Lebensbedingungen in Europa zu weit von denen der Heimat ab. Auch die ursprüngliche Größe erreichen europäische Palmen nicht. Deshalb ist es theoretisch ja erst möglich, sie in die Wohnung zu stellen. Die Palmen, die im Fachmarkt als Zimmerpflanzen angeboten oder selbst aus einer Kokosnuss gezogen werden, geben einem Raum als dekoratives Highlight aber zumindest Urlaubsfeeling.

  • Heimat ist das Gebiet der Tropen
  • mögen es feucht, warm und sonnig
  • tragen in Europa meist keine Früchte und erreichen die ursprüngliche Größe nicht

Standort

Wer sich für eine Kokospalme als Zimmerpflanze entscheidet, muss für sie wie für jede andere Pflanze möglichst natürliche Lebensbedingungen herstellen. Der erste Schritt dazu ist die Suche nach dem idealen Standort. Vor allem die kurzen Tageslichtzeiten von Frühjahr, Winter und Herbst kennt die Kokospalme aus ihrer Heimat nicht. Sie ist es gewöhnt, mindestens die Hälfte des Tages lang Tageslicht zu genießen. Um die Tageslichtunterschiede zwischen der tropischen Heimat und dem europäischen Raum auszugleichen, beleuchtet man Kokospalmen in der Regel künstlich.

Auch die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeiten müssen stimmen: Kühler als 18 Grad Celsius sollte es auch im Winter nicht sein. Die Luftfeuchtigkeit muss konstant bei mindestens 70 Prozent liegen, damit die Pflanze keine braunen Blattspitzen bekommt. In der Regel hält man Kokospalmen in Europa im Haus oder Gartenhaus, weil sich die genannten Bedingungen unter freiem Himmel kaum herstellen lassen. Ein sonniger Fensterplatz eignet sich für die Palmen gut als Standort, allerdings sollte künstliche Beleuchtung auch an einem sonnigen Plätzen zusätzlich eingesetzt werden, wenn die europäischen Tage kürzer werden.

Jungpflanzen vertragen auch Halbschatten, müssen später aber auf einen sonnigeren Standort umgestellt werden. Jede Kokospalme benötigt viel Feuchtigkeit, sodass sowohl die Blätter als auch das Substrat konstant feucht gehalten werden müssen, damit die Palme gedeiht.

  • brauchen Temperaturen von mindestens 18 Grad Celsius
  • benötigen eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 70 Prozent
  • müssen immer feucht gehalten werden
  • stehen idealerweise an einem sonnigen Fensterplatz
  • Jungpflanzen stehen im Halbschatten
  • brauchen 12 Stunden lang künstliche Beleuchtung

Welche Bodenverhältnisse benötigt die Kokospalme?

In ihrer Heimat wachsen Kokospalmen vorwiegend auf dem lehmigen Boden der Küste. Sie bevorzugen daher durchlässigen, leicht sauren Boden. Wer die Pflanze als Zimmerpflanze hält, muss diese Bedingungen über das Substrat herstellen. Ältere Palmen kommen mit Gartenerde und Sand aus, aber jüngere Semester benötigen einen leicht sauren pH-Wert durch ein Erdgemisch auf Kompostbasis. Auch scharfer Sand sowie ein wenig Lavagranulat oder noch besser Blähtonbruch sollten im Topf einer jungen Kokospalme enthalten sein. Bloß nicht auf Humus oder Torf setzen, denn die Durchlässigkeit ist mit diesen Substraten nicht gewährleistet.

  • Substrat muss durchlässig sein
  • mögen etwas sauren pH-Wert
  • brauchen ein Erdgemisch auf Kompostbasis mit scharfem Sand und Blähtonbruch
  • ältere Palmen vertragen auch ein Gemisch aus Sand und Gartenerde
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Kokospalme umtopfen leicht gemacht

Wie für Palmen üblich muss auch die Kokospalme manchmal umgetopft werden, da ihr Ballen durchwurzelt. Zu häufig sollte man nicht umtopfen, denn dieser Vorgang ist immer mit Stress für die Palme verbunden. Alle zwei bis drei Jahre schauen aber erste Wurzelansätze aus dem Topf und man sollte die Pflanze in einen größeren Topf umsetzen, damit sich ihre Wurzeln ausbreiten können. Dabei vorsichtig vorgehen, denn die senkrechten Pfahlwurzeln der Palme dürfen beim Umtopfen nicht beschädigt werden, da das Gewächs sonst eingehen könnte. Im neuen Kübel der Pflanze sollte bereits Substrat liegen. Wenn die Pflanze umgesetzt ist, bedeckt man die untere Hälfte der Nuss mit Erde und drückt diese Erde leicht an. Um die Pflanze nach diesem Stress zu stärken düngt man sie und bewässert sie ausreichend.

  • nur alle zwei bis drei Jahre, wenn die Wurzeln aus dem Topf wachsen
  • einen etwas größeren Kübel mit Substrat füllen
  • beim Umsetzen die Pfahlwurzel behutsam behandeln
  • nach dem Umtopfen düngen und gut bewässern

Die Kokospalme richtig Gießen und Düngen

Vor allem von Mai bis September braucht die Kokospalme viel Wasser und idealerweise Flüssigdünger, den man etwa alle zwei Wochen geben sollte. Im Winter hält man die Erde feucht, aber nicht zu nass. Wichtig ist beim gießen vor allem die Wassertemperatur, denn die Palme verträgt ausschließlich wohl temperiertes Wasser. Immer darauf achten, dass das Wasser nicht steht. Vor allem die obere Hälfte der Nuss darf nicht ertrinken. Sobald das Substrat an der Oberfläche aber leicht angetrocknet ist, muss nachgegossen werden. Am besten verwendet man zum Gießen kein allzu kalkhaltiges Wasser – das könnte der Kokospalme nämlich schaden.

  • ausreichend Flüssigkeit ist vor allem im Sommer wichtig
  • im Winter Erde feucht, aber nicht nass halten
  • gießen, sobald das Substrat antrocknet
  • darf niemals im Wasser stehen
  • wohl temperiertes und wenig kalkhaltiges Wasser verwenden
  • im Sommer alle zwei Wochen mit Flüssigdünger versorgen
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Kürzen und Vermehren der Kokospalme

Anders als viele andere Pflanzen ist die Kokospalme nicht unbedingt auf einen Rückschnitt angewiesen. Manche Arten vertragen den Schnitt überhaupt nicht. Einigen anderen Sorten der Palme kann der Rückschnitt andererseits nicht schaden. Falls ein Rückschnitt vorgenommen wird, dabei immer behutsam und gewissenhaft vorgehen. In der Mitte der Palme befindet sich das so genannte Palmenherz. Dieses Herz darf nicht beschnitten werden, denn das könnte die Pflanze eingehen lassen. Vom Rückschnitt gänzlich abzusehen ist wegen dieser Gefahr in der Regel klüger, als zurück zu schneiden. Verwelkte Blätter dürfen selbstverständlich entfernt werden. Sobald sie vollkommen eingetrocknet sind, darf man sie vom Stamm schneiden. Etwa drei Zentimeter des Stiels müssen dabei aber stehen bleiben. Die Vermehrung von Kokospalmen findet immer über die Aussaat vorgekeimter Kokosnüsse statt und läuft niemals vegetative durch Stecklinge. Ableger gibt es nicht, was dem Rückschnitt eine weitere Daseinsberechtigung nimmt.

  • brauchen keinen Rückschnitt
  • eingetrocknete Blätter drei Zentimeter vom Stamm entfernt abschneiden
  • niemals das Palmenherz beschädigen
  • vegetative Vermerhung durch Stecklinge oder Ableger gibt es bei Kokospalmen nicht

Wie kann man eine Kokospalme überwintern ?

Der Winter ist für die Kokospalme als Tropengewächs eine schwierige Zeit. Daher ist es wichtig, während der Wintermonate die gewohnten Bedingungen beizubehalten. Das heißt die Raumtemperatur sollte noch immer 18 Grad und die Luftfeuchtigkeit weiterhin etwa 70 Prozent betragen. Licht muss auch im Winter für 12 Stunden am Tag gegeben sein. Der Lichtbedarf der Palme liegt bei 1000 bis 2000 Lux. Ob die jeweilige Beleuchtung dem gerecht wird, lässt sich mit einem Luxometer messen. Dünger benötige die Palme in den Wintermonaten nicht, da sie sich gegenwärtig in der Ruhephase befindet. Auch gegossen werden muss sie nicht mehr so oft. Einmal pro Woche ist in der Regel ausreichend.

  • Lichtbedarf von 1000 bis 2000 Lux einhalten
  • Temperatur nicht unter 18 Grad fallen lassen
  • einmal pro Woche gießen
  • nicht düngen
  • Luftfeuchtigkeit auf 70 Prozent halten

Krankheiten und Schädlinge

Die Kokospalme ist vor allem für Spinnmilben, Schildläuse und Thrispen anfällig, daher sollte man sie regelmäßig auf Befall untersuchen. Die Gespinste der Spinnmilben erkennt man vor allem an den Blatträndern, wenn man die Pflanze mit Wasser besprüht.

Der Befall deutet auf einen zu trockenen Standort hin und kann durch Abspülen der Blätter eingedämmt werden. Schildläuse erkennt man bei genauem Hinsehen wiederum mit bloßem Auge. Auch sie lassen sich durch Abspülen bekämpfen, so beispielsweise mit einer Alkohol-Seifen-Lösung. Außerdem kann Frischluft sowie lange und direkte Sonneneinstrahlung eine Gegenmaßnahme sein. Thrispen lassen sich wiederum vermuten, wenn Teile der Palme absterben und die Vitalität leidet. Bei Thrispenbefall lässt sich ähnlich vorgehen, wie im Falle von Schildlausbefall. Zusätzlich kann eine Blautafel helfen. Wie die genannten Schädlingsbefälle ergeben sich auch die meisten Krankheiten der Palme vor allem durch Pflegefehler. Zu trockene Luft ist einer der wichtigsten. Die Blätter können sich in diesem Fall sogar ohne Schädlinge braun verfärben.

  • Schädlinge vor allem bei zu trockener Luft
  • Schildläuse, Thrispen und Spinnmilben sind die häufigsten
  • Bekämpfung durch Spülen und Lüften
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Unser Fazit

Für das Urlaubsgefühl, von dem Kokospalmenbesitzer so schwärmen, müssen sie relativ hart arbeiten. Kokospalmen sind zwar ein echtes Dekorationshighlight in der Wohnung, wenn Temperatur, Beleuchtung und Luftfeuchtigkeit aber nicht genau stimmen, beginnen sie schnell zu welken. Für Einsteiger ist die Kultivierung dieser eher anspruchsvollen Palmenart daher nicht besonders geeignet. Die Haltung gelingt in der Regel nur Menschen, die einen wirklich grünen Daumen haben.

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Leider ist die Kokospalme in Deutschland nicht kultiviert und nur schwer erhältlich. Bei einer notwendigen Luftfeuchtigkeit von 80%, damit die Kokospalme sich wohlfühlt, ist auch kein Wunder, dass die Nachfrage nach der Kokospalme leider sehr gering ist. Wir können Ihnen maximal Kokospalmen-Samen empfehlen womit Sie Ihr eigenes Glück in der Aufzucht versuchen können.

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Videos zu Kokospalmen

Letzte Aktualisierung am 23.08.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API