Flaschenpalme (Hyophorbe lagenicaulis)

Flaschenpalme Steckbrief

Sonnenbedarf
Pflegebedarf
Winterhärte

Die Flaschenpalme (Hyophorbe lagenicaulis) ist auch unter dem Namen Fasspalme bekannt und eine von fünf Arten der Gattung Hyophorbe (syn. Mascarena). Alle Arten dieser Gattung sind gekennzeichnet, dass sich im Alter der Stamm am unteren Ende konisch nach oben auslaufend verdickt, wodurch er die Form einer bauchigen Flasche oder eines Fasses annimmt. Die ringförmig genarbten Stämme enden mit einem hellgrünen Kronenschaft, der nur wenige, stark gebogene Blätter trägt.

Die wenigen, lederartig starken Wedel sind weit zurückgebeugt und geben der Pflanze ein besonderes Aussehen. Daher ist sie auch gern als Zimmerpflanze oder Garten-Kübel-Pflanze gesehen.

Blüten zeigt die Palme erst nach rund 10 Jahren. Die Früchte sind als Futterfrucht für Schweine nutzbar. Für eine Palme wird sie mit rund 3 Metern nicht sonderlich groß.

Flaschenpalme – Fakten

  • Botanische Bezeichnung: Hyophorbe lagenicaulis
  • Synonyme: Flaschenpalme, Fasspalme
  • Wuchshöhe: 2 bis 3m
  • Blüten: gelb, weiße Blüten (Juli bis August), männlich und weiblich
  • Blätter: grüne Blattwedel
  • Frucht: schwarz
  • Stamm: aufrechter, flaschenartiger Stamm von grauer Farbe mit Ringnarben mit bis zu 70cm Umfang
  • Boden: steinig bis sandig
  • Licht: sonnig, absonnig
  • Winterhärte: nicht winterhart
  • Platzbedarf: hoch
  • Verwendung: Wintergarten, Warmhaus, Pflanzgefäß, Kübel

Eine etwas eigenartig aussehende Palme, die sich zwar hierzulande wohlfühlt, allerdings eher als Zimmerpflanze gehalten werden sollte.

Redaktion Redaktion

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Herkunft der Flaschenpalme

Die Flaschenpalme steht vor allem auf Round Island, einer Inseln in der Nähe von Mauritius. Dort, sowie von den gesamten Maskarenen im Indischen Ozean, kommt sie ursprünglich her, auch wenn sie heute in den gesamten Tropen kultiviert wird.

  • Ursprüngliche Heimat ist Round Island bzw. die gesamten Maskarenen im Indischen Ozean

Standort der Flaschenpalme

Eine Flaschenpalme sollte hell stehen. Besonders bei Jungpflanzen ist aber darauf zu achten, dass sie nicht der direkten Sonneneinstrahlung in der Mittagshitze ausgesetzt sind. Allerdings ist die Flaschenpalme beim Licht genügsam – sie gibt sich auch mit einem halbschattigen Platz zufrieden.

  • Helligkeit und Sonne, aber nicht zu viel

Pflege der Flaschenpalme

Die Flaschenpalme braucht relativ viel Pflege, daher gilt sie nicht gerade als Paradebeispiel für Anfänger. Man sollte ständig nach der Feuchtigkeit sehen, da diese völlig verschwunden sein muss, ehe erneut gegossen werden soll. Dann allerdings durchdringend, sodass der gesamte Ballen nass wird. Im Winter muss dieser Wechsel ebenfalls eingehalten werden, wobei sich die Abstände zwischen den Wassergaben aber erhöhen.

Außerdem sollte sie (am besten mehrfach täglich) mit kaltem Wasser besprüht werden. Bei zu geringer Luftfeuchte reagiert die Palme schnell mit dürren Blättern.

  • Düngen nach Aufschrift des Palmendüngers
  • Hohe Luftfeuchtigkeit ist wichtig
  • Wechsel zwischen Wasser und Trocknung muss eingehalten werden

Substrat der Flaschenpalme

Die Flaschenpalme liebt Substrat, welches gut durchlässig ist und leicht sauer sein sollte. Dafür kann entsprechende fertige Palmenerde genutzt, oder auch selbst angemischt werden, wobei man sich Rat beim Fachmann holen sollte. Auf alle Fälle liebt die Flaschenpalme grobkörnige Substrate, die mit Kies oder Blähton vermischt werden können.

  • Substrat muss sehr gut durchlässig sein
  • Leicht saurer Boden ist wichtig
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  • Ideale Alternative zu herkömmlicher Pflanzenerde
  • Natürliches Pflanz-Granulat aus Ton mit Lava und Silikatmineral Vermiculite für alle Palmen
  • Optimale Sauerstoffversorgung zur Vermeidung von Staunässe, Schimmel und Wurzelfäulnis, Kein Trauermücken-Befall
  • Dosierte Abgabe von Wasser und Nährstoffen je nach Pflanzenbedarf
  • Weniger Gießen dank feinporiger Ton-Körner mit hoher Speicherkapazität
  • Einfaches Umtopfen
  • Natürliches Qualitätsprodukt aus dem Westerwald

Umpflanzen der Flaschenpalme

Die Flaschenpalme kann umgetopft werden, wenn das Gefäß zu eng geworden ist. Dies nutzt man gleich für den Austausch der Erde, damit sie den Erfordernissen der Palme entspricht. Die Palme sollte stets in hohen Töpfen stehen, weil die Wurzeln sonst schnell nach oben drücken, und aus dem Substrat herausstehen.

  • Ideale Zeit im Frühling
  • Ersetzen alter Erde durch neue Erde wichtig

Gießen und Düngen der Flaschenpalme

Der Flaschenpalme ist es recht, wenn sie üppig gegossen wird, danach möchte sie jedoch in alle Ruhe dieses Wasser verarbeiten. Dann muss man warten, ehe die Pflanze ganz abgetrocknet ist. Dies erfordert ein wenig Erfahrung. Das Wasser für die Flaschenpalme darf nicht zu kalkhaltig sein.

  • regelmäßiges Gießen mit kalkarmen Wasser
  • Staunässe unbedingt vermeiden
  • Im Winter größere Abstände bei den üblichen Gieß-Ritualen

Kürzen und Vermehren der Flaschenpalme

Im Normalfall wird die Flaschenpalme nicht beschnitten. Vertrocknete Wedel fallen von selbst ab und sollten auch dann nicht geschnitten werden, wenn sie vorübergehend nicht schön aussehen. Die Samen, über die die Palme vermehrt werden kann, brauchen bis zu einem halben Jahr, um zu keimen. Dies ist also eine Arbeit für Geduldige, deshalb werden die Flaschenpalmen üblicherweise als Jungpflanzen gekauft. Die Samen kann man schwerlich selbst abnehmen, da die Palme nach ca. 10 Jahren zum ersten Mal blüht. Wer sie also aussähen möchte, sollte Samen kaufen.

  • Vermehrung durch Saatgut
  • Palme wird üblicherweise nicht gekürzt
  • Lange Zeit bis zum Wachsen der üblichen Palmwedel, daher schwierig und langwierig, nur ein bis zwei Wedel Wachstum im Jahr ist normal

Überwintern der Flaschenpalme

Die Flaschenpalme liebt es warm und kann in unserem Klima keinesfalls im Freien überwintern, da sie sehr frostempfindlich ist. Die Mindestanforderung an die Pflanze sind übliche Zimmertemperaturen. Ideal ist für eine Flaschenpalme eine Temperatur um die 25 – 30 Grad Celsius. Kann das den Winter über nicht gewährleistet werden (Wohn- oder Bürobereich in Näher der Heizung) sollten jedoch 18 Grad nicht dauerhaft unterschritten werden.

  • Winterruhe am besten bei hohen Temperaturen
  • Auf keinen Fall unter 18 Grad Celsius

Krankheiten und Schädlinge der Flaschenpalme

Vor allem Kälte oder Lufttrockenheit machen der Flaschenpalme über Gebühr zu schaffen. Ist der Ballen mehrfach ausgetrocknet, kann ein Befall mit Spinnmilben die Folge sein. Auch trockene Heizungsluft begünstigt diese Schädlinge. Regelmäßiges Besprühen der Blätter kann hier vorbeugend helfen.

Auch Schild- und Wollläuse sind möglich, die man aber abwischen kann, wenn man eine Schmierseifen-Lösung benutzt.

  • Bekämpfung mit handelsüblichen Mitteln
  • Wasser mit Schmierseife hilft
  • Vorbeugung sind eine hohe Luftfeuchte und Wärme
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  • wirkt gegen Schädlinge wie Blattläuse, Schildläuse, Wollläuse und Schmierläuse, Spinnmilben, Thripse, Weiße Fliegen und Zikaden an Zierpflanzen und Zimmerpalmen
  • enthält zu 100% von der Natur inspirierte Wirkstoffe die sehr gut pflanzenverträglich sind
  • ist nicht bienengefährlich und schonend zu anderen Nutztieren
  • ist bereits fertig angemischt und sofort anwendungsfertig. Das Spray kann einfach auf die zu behandelnden Pflanzen aufgesprüht werden.
  • Darüber hinaus sorgt der Rapsölanteil für einen besonderen Blattglanz.

Fazit zur Flaschenpalme

Die Palme kann sich auch hierzulande wohlfühlen, allerdings nur im Haus, wobei sie im Sommer auch mal an die Luft gestellt werden kann. Da sie jedoch sehr kälteempfindlich ist, muss sie auch als Kübelpflanze einen Platz im Haus bekommen, an dem sie warm steht, vielleicht sogar in der Nähe der Heizung. Jedoch mag sie andererseits keine trockene Luft – deshalb ist ein Besprühen mit Wasser wichtig, bzw., dass die Luft stets feucht gehalten wird.

Die Palme wächst nicht allzu üppig, wird im Haus höchstens 2 Meter hoch und treibt auch pro Jahr nur ein oder zwei Wedel aus. Die roten Beeren und weißen Blüten zeigen sich erst nach vielen Jahren und sind eher selten.


Quellen

  • Palmen, Manfred Manke im Verlag für die Frau, S. 59
  • Palmen für Zimmer- und Wintergarten, Dieter Kämpfer im Ulmer Verlag, S. 12